WÜRZBURG

Rassismus im Alltag: Wenn einem Fremde in die Haare fassen

Sie werden angestarrt, angefasst und manchmal sogar ausgegrenzt. Zwei Afrikaner, die in Würzburg leben, erleben immer wieder Rasismus im Alltag. Wie gehen sie damit um?
Kossi Gbandi arbeitet als Koch im Würzburger Hotel „Stadt Mainz”. Der Togolese, der seit 1998 in Deutschland lebt, versucht mit Erklären und Humor gegen Alltagsrassismus anzukämpfen. Foto: Foto: Patty Varasano
„Schau mal Mama, ein Neger“, ruft ein Kind und zeigt auf einen dunkelhäutigen Mann. Das ist keine Szene aus einem alten Spielfilm. Es ist das Leben. Kossi Gbandis Leben um genau zu sein. Er hat diese Situation in Würzburg beim Einkaufen erlebt. Sicher habe das Kind es nicht böse gemeint, aber es zeige doch, wie in manchen Familien über dunkelhäutige Menschen gesprochen wird. „Das Kind wiederholt ja nur, was es aufschnappt“, sagt der 53-Jährige. Er habe dem Mädchen erklärt, was es mit dem Wort auf sich hat. Böse war er nicht. „Neger“ ist für den Togolesen nicht per se ein ...