Ochsenfurt

Rathaussturm mit Knalleffekt

Bürgermeister in Halsgeige aber dennoch gute Stimmung vor dem Rathaus: (von links) Sitzungspräsidentin Conny Leimeister, Rosa Behon, Elferrätin Christiane Brock, Bürgermeister Peter Juks, Joachim Eck und Judith Schieblon.
Bürgermeister in Halsgeige aber dennoch gute Stimmung vor dem Rathaus: (von links) Sitzungspräsidentin Conny Leimeister, Rosa Behon, Elferrätin Christiane Brock, Bürgermeister Peter Juks, Joachim Eck und Judith Schieblon. Foto: Helmut Rienecker

Schon fast traditionell besucht der Ochsenfurter Carnevals Club OCC vor dem Sturm auf das Rathaus die Spitalkirche. Diakon Norbert Hillenbrand und der evangelische Pfarrer Friedrich Wagner hielten heuer diesen eher ungewöhnlichen Gottesdienst ab.

In seinem Gebet zum Anfang sagte der Diakon, dass das Leben nicht nur aus Arbeit und Mühsal besteht. Sondern Fröhlichkeit, Humor und Lachen seien auch wichtig. Und Pfarrer Wagner ging in der Predigt auf die Hochzeit zu Kanaan ein. Da hatte Jesus ja bekanntlich einige Hundert Liter Wasser in guten Wein verwandelt. Denn auch das Feiern und Trinken in Maßen gehört zum Leben.

Bei seinen Schlussworten bat Diakon Hillenbrand die Narren vom OCC mit dem Bürgermeister nicht zu hart ins Gericht zu gehen. Das taten die aber dann doch. Ein langer Zug nahm den Weg durch die Gassen und durch die Hauptstraße zum Marktplatz. Voraus die Streitmacht des OCC, die Landsknechte. Gefolgt von der Kleinochsenfurter Trachtenkapelle, den Garden, Elferrat, den Senatoren, und vielen närrischen Gästen aus befreundeten Faschingsvereinen. Da waren die Krackenblitze aus Goßmannsdorf, die Höpper aus Albertshofen, die Kümmeltürken aus Winterhausen, Rottendorfer, Euerdorfer und Grombühler.

Streitgespräch mit dem Bürgermeister

In einem viertelstündlichen Streitgespräch duellierten sich der Bürgermeister und Sitzungspräsidentin Conny Leimeister in altbewährter Weise. Sie erzählte was in der Stadt nicht rund läuft und er verteidigte sich in hergebrachter Weise. Natürlich kam wieder der Leerstand in der Altstadt zur Sprache und auch die vielen Baustellen.

Immer wieder krachte es, denn die Ochsenfurter Böllerschützen unterstützten die Belagerer nach Kräften. Nachdem es keine Einigung gab, wurde das Rathaus kurzerhand gestürmt. Eine beeindruckende Streitmacht stand gegen die drei Bürgermeister Peter Juks, Rosa Behon und Joachim Eckstein. Verstärkt nur durch eine einzige Stadträtin, Judith Schieblon. Da war es ein Leichtes für die Übermacht, das Rathaus zu erobern.

Das Rathaus in Narrenhänden

Zwar versuchten die vier Verteidiger noch die Türe bei der Rathaustreppe zuzuhalten, doch eine Abordnung des OCC nahm einfach den Weg durch die Rathaustüre nach oben. Dann war das Rathaus in Narrenhänden und nach deren Worten hat nun auch der Trübsinn ein Ende. Der Bürgermeister wurde in die Halsgeige gesteckt und nach draußen gebracht.

Der Bürgermeister verspricht eine Büttenrede

Begleitet von Böllerschüssen fuhr dann schon das neue Prinzenpaar vor. In dieser Saison übernahmen Melanie Greier und Uli Mauderer das Zepter. Sie sind auch im echten Leben ein Paar und regieren von nun an die närrische Zeit in Ochsenfurt. Und das Beste zum Schluss: Der gefangene Bürgermeister versprach bei einer der Prunksitzungen des OCC eine Büttenrede zu halten. Man darf gespannt sein.

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