WÜRZBURG

Realist und Visionär: Erinnerungen an David Schuster

Er war gegenwärtig, erfüllte den Raum und machte die Gedenkstunde zu seinem 100. Geburtstag zur Wiederbegegnung. Das lag nicht nur an den still und endlos auf einer Leinwand erscheinenden Fotos mit Szenen aus seinem Leben, das lag vor allem an den Menschen, die gekommen waren, um sich an David Schuster zu erinnern.
David Schuster (rechts) und der damalige Bischof Paul-Werner Scheele 1999: Anlässlich der Gedenkfeier wurde als Sonderveröffentlichung des Stadtarchivs (Band 7) „David Schuster – Blick auf ein fränkisch-jüdisches Leben im 20. Foto: Archivfoto: Theresa Müller
 Aber auch an den Grußworten, die, wie man weiß, nicht immer gelingen. An diesem Abend jedoch waren sie alle bereichernd. Rosa Grimm, als Geschäftsführerin der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, deren Gründungsmitglied und erster jüdischer Vorstand David Schuster seit 1962 bis zu seinem Tod war, hieß die Gäste zugleich für die Jüdischen Gemeinde willkommen und verzichtete auf die übliche Aufzählung der bekannten Namen. Sie sprach von David Schusters stetem Willen, Juden in die Gesellschaft zu integrieren, wobei es ihm auch darum gegangen sei, deutlich zu machen, welche große ...
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