WÜRZBURG

Regierung prüft jetzt Tunnel-Pläne

Der Katzenberg-Tunnel: Vier Fahrbahnen führen Richtung Frankfurt, drei in Richtung Nürnberg. Auf dem Tunnel entsteht ein Naherholungsgebiet.
Der Katzenberg-Tunnel: Vier Fahrbahnen führen Richtung Frankfurt, drei in Richtung Nürnberg. Auf dem Tunnel entsteht ein... Foto: elauterbach
Nun ist es also endgültig: Die Autobahndirektion Nordbayern geht mit dem Katzenberg-Tunnel in die Planfestellung für den sechsspurigen Ausbau der A 3 im Bereich Würzburg. Das Verfahren ist eröffnet, teilt die Regierung von Unterfranken mit. Darin prüft sie die Machbarkeit der Pläne. Das alte Verfahren, Ausbau der A 3 auf der herkömmlichen Trasse ohne Tunnel, ist somit eingestellt. Letztlich haben die Würzburger damit ihren Willen bekommen und eine bessere Planung erreicht.

Mit der Eröffnung dieses Verfahrens tritt der vorletzte Planungsabschnitt bei der Verbreiterung der Autobahn zwischen Aschaffenburg und Biebelried in die entscheidende Phase. Er hat eine Länge von 5,4 Kilometern und soll etwa 150 Millionen Euro kosten. Seit 2007 baut die Autobahndirektion schon den benachbarten Abschnitt zwischen Würzburg und dem Autobahndreieck Würzburg-West und die Mainbrücke bei Randersacker aus.

Anhaltender Widerstand aus der Bevölkerung, ein einiger Stadtrat und Verhandlungsgeschick der Rathausspitze sorgten für die Schaffung einer hochrangigen Lenkungsgruppe, bestehend aus Vertretern der Stadt, der Autobahndirektion und der obersten Baubehörden des Bayerischen Staates und des Bundes.

Deren Arbeit gipfelte dann in dem Vorschlag, die Trasse und auch die neue Heidingsfelder Talbrücke um mehrere Meter im Vergleich zum jetzigen Bestand abzusenken und die Fahrbahn im Bereich des Katzenbergs in einem 570 Meter langen Tunnel verschwinden zu lassen.

Deutlich weniger Lärm

Beide Veränderungen verringern die Lärmbelastung der angrenzenden Siedlungsgebiete der Stadtteile Heidingsfeld und Heuchelhof, schreibt die Regierung in ihrer Mitteilung.

Die Unterlagen für die Planfeststellung werden in Kürze sowohl bei der Stadt Würzburg als auch bei der Gemeinde Randersacker ausliegen. Dann können Betroffene ihre Einwendungen vorbringen. Die ganzen Bedenken zu der alten, abgelehnten Planung, immerhin 3500 an der Zahl, sind nun hinfällig.

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