Rimpar

Regierung startet Planfeststellung für Westumfahrung Rimpar

Der Landkreis Würzburg hat bei der Regierung von Unterfranken die Durchführung  eines  Planfeststellungsverfahrens für den Neubau der Rimparer Ortsumfahrung West beantragt. Die neue Straße soll die Kreisstraße Wü 3 und die Staatsstraße St 2294 direkt verbinden und so den Ortskern deutlich von Verkehr entlasten. Im Februar und März 2018 hat bereits eine erste öffentliche Auslegung stattgefunden. Die damals eingegangenen Stellungnahmen und Einwendungen haben dazu geführt, dass der Landkreis die ausgelegten Pläne entsprechend geändert hat. In erster Linie waren erheblich größere Ausgleichsmaßnahmen für die Eingriffe in die Natur als ursprünglich vorgesehen nötig.

Im Zuge des Planfeststellungsverfahrens durch die Regierung ist nun eine erneute öffentliche Auslegung der Planungsunterlagen nötig. Sie erfolgt dieses Mal in Rimpar und Güntersleben, da sich die Ausgleichsflächen auf beide Gemarkungen verteilen. Bürger haben dann drei Wochen Zeit, ihre Einwendungen vorzubringen. Im Anschluss folgt das Anhörungsverfahren, nach dessen Abschluss erlässt die Regierung den Planfeststellungsbeschluss, der über strittige Einwendungen entscheidet. Gegen diesen Beschluss können Betroffene vor Gericht Klage erheben.

Die Westumfahrung stellt nur die erste Etappe für eine großflächige Umleitung des Verkehrs um Rimpar dar. Mit der Südumfahrung, für die ein Planer bereits einen detailliert ausgearbeiteten Trassenverlauf ausgearbeitet hat, ist ein zweiter Abschnitt fest eingeplant. Um sie zu bauen, sind erhebliche Eingriffe in die Landschaft nötig. Vor allem eine große Brücke über das Pleichachtal ist umstritten. Eine deutliche Verkehrsentlastung erwarten die Planer nur, wenn beide Umfahrungen gebaut werden. Für das Planfeststellungsverfahren der Regierung spielt daher auch die Südumfahrung eine Rolle.

Hierfür muss der Nachweis erbracht werden, dass die Trasse auch tatsächlich umsetzbar ist. Um eine ausreichende Tragfähigkeit des Untergrunds für die geplante Brücke nachzuweisen, sind Bohrungen im Untergrund nötig. Wie Bürgermeister Burkard Losert in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats mitteilte, erfolgen diese an fünf Punkten. Dafür müssen am Osthang einige Gehölze und Hecke entfernt werden. Von der Unteren Naturschutzbehörde gebe es, so Losert, bereits die Zustimmung, die Arbeiten im Winter auszuführen. Die Südumfahrung ist noch nicht mit den Fachbehörden, und hier insbesondere mit den Naturschutzbehörden, abgestimmt.

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