Region Würzburg

Reh empfiehlt Runden Tisch zur B 26n

Eine verbesserte Güterversorgung, damit eine höhere Wettbewerbsfähigkeit, die Reduktion der Emission von Luftschadstoffen und die Begrenzung des Flächenverbrauchs – dies sind nur einige der vielen Zielsetzungen des neunen Bundesverkehrswegeplanes. Was das konkret für die Pläne der umstrittenen B 26n bedeutet, das wollten die Mitglieder des Vereins Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburgs von Werner Reh, Ressortleiter Verkehr beim Bund Umwelt und Naturschutz, wissen. Dieser referierte in Duttenbrunn über den Bundesverkehrswegeplan 2015, dessen Stand und die Möglichkeiten der Einflussnahme auf geplante oder bevorstehende Projekte.

Es gab vor allem Hintergrundinformationen: Durch die Verlagerung des Verkehrs weg von der Straße, bzw. den Bau von Ortsumgehungen, sollen Lärm- und Schadstoffbelastungen der Bürger verringert werden, außerdem soll eine erhöhte Verkehrssicherheit garantiert sein. Durch eine Anbindung an Drehkreuze will man die Güterversorgung optimieren. Während der Umsetzung werden eine Kosten-Nutzen-Analyse, eine Umwelt-Risiko-Einschätzung sowie eine Raumwirksamkeitsanalyse durchgeführt und auf städtebauliche Effekte geachtet. Letztere schließen vor allem Ortsumgehungen und die Gestaltung von Ortsdurchfahrten mit ein. Die Umwelt-Risiko-Einschätzung soll unter anderem den Verbrauch von Flächen, das Tangieren von Gewässern, die Lärmemission und den Landschaftsschutz berücksichtigen.

Am Beispiel der B26 n erläuterte Werner Reh, dass den jährlichen Einsparungen von rund 86,4 Millionen Euro etwa 16,7 Millionen Euro an Investitionskosten für Wege entgegenstehen, die Raumwirksamkeitsanalyse jedoch eine Zunahme der täglichen Verkehrsmenge aufzeige. Die Kosten-Nutzen-Rechnung aus dem Jahr 2003 zeige deutlich, dass es kaum zu Entlastung der Ortsdurchfahrten kommt, keine Arbeitsmarkeffekte zu erwarten sind und die Umwelt eine deutliche Mehrbelastung erfahren wird. Reh sprach sich dafür aus, Prioritäten bei der Planung für Bauvorhaben zu setzen.

Er plädierte für einen runden Tisch, bei dem Befürworter und Gegner eines Projekts, gemeinsam Gutachten ansehen und mögliche Alternativen prüfen, sowie die Bedürfnisse der jeweiligen Region aufnehmen.

Schlagworte

  • Duttenbrunn
  • Bundesstraße 26n
  • Bundesverkehrswegeplan
  • Verkehrsexperten
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
1 1
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!