Reichenberg

Reichenberg: Gemeinderätin fordert Bürgermeister heraus

Stefan Hemmerich ist seit sechs Jahren Bürgermeister der Gemeinde Reichenberg. Die langjährige Gemeinderätin Judith Elisabeth Tewes fordert ihn nun heraus.
Wähler in Bayern werden am 15. März wieder an die Urne gerufen. Foto: Darko Vojinovic
Stefan Hemmerich Foto: Manuela Hemmerich

Der Bürgermeister der Gemeinde Reichenberg, Stefan Hemmerich (SPD), kandidiert erneut für das Amt des Bürgermeisters. Für den Fall seiner Wiederwahl hat er sich bereits konkrete Ziele gesetzt. Beispielsweise möchte er die Sanierung der Wolffskeelhalle nutzen, um aus dem Standort ein kulturelles Zentrum für die Gemeinde zu errichten, wo auch der neue Familienstützpunkt untergebracht werden soll. Außerdem wolle er die Errichtung eines Gemeinschaftshauses in Albertshausen vorantreiben, die Radwege der Gemeinde ausbauen, sowie sich für Verbesserungen der ÖPNV-Anbindung einsetzen.

Grenzen zwischen Fraktionen sollen verschwimmen

Auch um die „in die Jahre gekommenen“ Systeme der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung möchte er sich kümmern. „Mein Ziel ist es, auch weiterhin durch vernünftiges Wirtschaften und Ausschöpfen von Fördermitteln die wesentlichen Ziele der Gemeinde ohne finanzielle Schwierigkeiten durchführen zu können“, erklärt der Bürgermeister. Dabei sollen alle Projekte der Gemeinde unter Berücksichtigung von Klima- und Umweltschutzmaßnahmen erfolgen.
Stefan Hemmerich wünscht sich für die Zukunft, dass der Gemeinderat sich selbst als ein „Kollegialorgan“ begreift: „Das bedeutet, hier gibt es weder eine Regierung noch eine Opposition. Vielmehr geht es darum, gerne mit unterschiedlichen Meinungen und auch mal in hitzigen Debatten, lösungsorientiert und kompromissbereit dem Wählerauftrag gerecht zu werden“, so Hemmerich.

Stefan Hemmerich ist ausgebildeter Sozialpädagoge, 49 Jahre alt, verheiratet und hat vier Kinder. Geboren und aufgewachsen ist er im Würzburger Stadtteil Grombühl, bevor er 1998 nach Reichenberg zog. Er selbst sagt über sich, er sei ein Mensch, der Freude am Dialog mit Anderen hat und gerne gemeinsam Ideen entwickelt. Um die attraktive Gemeinde weiter zu entwickeln und in eine gute Zukunft zu führen gilt es, die Bedürfnisse von jungen Menschen, Familien und Senioren zu erkennen und darauf zeitgemäße Antworten zu geben, erklärt Hemmerich.

Judith Elisabeth Tewes Foto: Isabel Semmel

Ehrenamtliches Engagement ist von größter Bedeutung

Seine Gegenkandidatin ist Judith Elisabeth Tewes (CSU), die bereits seit 24 Jahren Gemeinderätin ist. Während ihrer kommunalpolitischen Tätigkeit in der Vergangenheit habe sie bereits zukunftsweisende Projekte angestoßen, begleitet und umgesetzt. Die vergangenen sechs Jahre in der Opposition sind ihr Antrieb zur Kandidatur um das Amt der Bürgermeisterin, da sie an der Spitze der Kommune aktiv tätig werden kann. Eigenschaften, die sie sich selbst zuschreibt wie etwa Elan, Mut, Entschlossenheit, Fleiß und Standhaftigkeit, seien in diesem Amt gefragt und auch zwingend erforderlich. „Ich möchte Bürgermeisterin werden, um den Markt Reichenberg zu stärken“, versichert sie.

Wenn sie etwas in all den Jahren gelernt habe, so sagt sie, dann, dass ohne Ehrenamtliche, ohne Engagement und ohne vertrauensvolle Zusammenarbeit „gar nichts geht“. Gemeinsam mit den Bürgern möchte sie Projekte umsetzen und die Infrastruktur für Handel, Gewerbe und Landwirtschaft passend ausrichten. Dabei solle besondere Rücksicht auf die Bedürfnisse von Jung und Alt genommen werden. „Ich möchte das soziale Miteinander fördern und dabei Einmischung und Mittun der Reichenberger einfordern“, sagt Tewes. Es gebe viele Ideen, die im Markt Reichenberg nur darauf warteten, endlich angepackt zu werden, erklärt sie.

Judith Elisabeth Tewes ist Diplom-Ingenieurin für Grafikdesign und Stadtführerin. Die 61-jährige ist verheiratet und hat einen erwachsen Sohn, sowie eine erwachsene Tochter. Während ihrer Zeit im Gemeinderat war sie eine Wahlperiode lang stellvertretende Bürgermeisterin und ist derzeit Seniorenbeauftragte, sowie Mitglied im Finanz- und Personalausschuss der Gemeinde. Außerdem ist die Reichenbergerin Mitglied in diversen Ortsvereinen und -verbänden, sowie Pfarrgemeinderätin und Mitglied der Frauenunion.

Von Altertheim bis Zell: In 47 Gemeinden des Landkreises Würzburg wird am 15. März die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister gewählt. In loser Reihenfolge stellen wir die Kandidaten für dieses Amt vor.

Klicken Sie mit der Maus auf die entsprechende Gemeinde und Sie erfahren, wer dort als Bürgermeister kandidiert. Die Karte wird regelmäßig aktualisiert.

Rückblick

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