WÜRZBURG

Rennweg: Sperrung ist möglich

Eigentlich könnte die Stadtratssitzung an diesem Donnerstag (ab 15 Uhr im Ratssaal) eine richtungsweisende für die Würzburger Innenstadt-Entwicklung werden. Liegt nun doch das mit Spannung erwartete Verkehrsmodell vor, das Auskunft über die Erschließung des Mozart-Areals und über den Schutz der Residenz als Weltkulturerbe gibt – im Zusammenhang mit der neuen Straßenbahnlinie 6.

Ist es möglich, den Rennweg komplett für den Autoverkehr zu sperren, so wie von der Unesco bzw. deren Beratungsstelle Icomos erhofft? Ja, sagt das Gutachten.

Trotz Einbahnstraße in der Schwarzen Promenade (im Zuge der neuen Straba) und einem gesperrten Rennweg blieben Innenstadt und Mozart-Areal gut erreichbar. Das Gutachten geht von rund 15 000 Kfz-Fahrten auf dem Rennweg aus.


 
Bei Schließung in Höhe des Oegg-Tores würde der Verkehr in der Schweinfurter Straße um bis zu fünf Prozent, auf dem Berliner Ring um bis zu zwölf Prozent zunehmen. Auch auf Ludwigstraße, Ebert-Ring und Ottostraße würden Autofahrer ausweichen.

Untersucht wurde ferner eine Beschneidung des Rennwegs zur Einbahnstraße. Eine solche Lösung wäre ebenfalls machbar. Somit lässt das Braunschweiger Büro WVI jede verkehrspolitische Entscheidung offen.

Jedoch: Nach Vorlage für die heutige Sitzung schiebt sie der Stadtrat weiter vor sich her. Warum? „Wir wollen uns über das Gutachten zunächst mit der Unesco abstimmen. Sie ist unser wichtiger Partner“, erklärt Peter Wiegand aus der städtischen Planungsabteilung.

Das hieße weiter warten auf eine klare Position der Stadt. Falls der Stadtrat noch die Geduld dazu hat.

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