WÜRZBURG

Respekt und bunte Vielfalt statt Ausgrenzung

Fett: Mager
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Gipsy Jazz klingt durchs Schulhaus des Deutschhaus-Gymnasiums. Die Wand schmückt ein langer Stoff, den die gut tausend Schülerinnen und Schüler mit ihren Handabdrücken bunt bedruckt haben. „Schule ohne Rassismus“ steht in der Mitte des Riesenbanners.

So feierte das DHG kürzlich seine offizielle Aufnahme in das bundesweite Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Weite Teile der Schulgemeinschaft haben sich auf Initiative einer Gruppe von Elftklässlerinnen mit ihrer Unterschrift dazu verpflichtet, gegen jede Form von Ausgrenzung an ihrer Schule und in der Gesellschaft einzuschreiten, heißt es in einer Mitteilung der Schule. Mit entsprechenden Projekten will das Deutschhaus-Gymnasium schrittweise für mehr Respekt im Umgang miteinander sorgen, heißt es in der Mitteilung der Schule weiter.

Nicht immer eine leichte Aufgabe, wie Stefan Lutz-Simon, Landeskoordinator von SOR-SMC, und Zehranur Aksu, Regionalkoordinatorin, bei der Titelverleihung im Forum der Schule betonten. Aber zur Unterstützung stehen dem DHG zwei selbst gewählte Paten zur Seite. Rita Prigmore, eine Roma, die als Kind Opfer der Zwillingsforschung der Nazis wurde, rief bei der Festveranstaltung eindringlich dazu auf, dass Menschen niemals mehr so behandelt werden dürften wie sie in ihrer Kindheit. Rechtsnationalen Umtrieben sei entschieden entgegenzutreten.

Ruben Spoden, Spieler und Vertreter der s.Oliver Baskets, betonte, dass ein Miteinander von Menschen verschiedener Nationen im Sport selbstverständlich sei.

Wie bereichernd internationale Einflüsse auch in der Musik sind, zeigte das Rehan Syed Ensemble, das die Festgäste, unter ihnen auch die stellvertretende Landrätin Karin Heußner und die Grüne Landtagsabgeordnete Kerstin Celina, mit seinem von der Musik der Sinti beeinflussten Repertoire zum Swingen brachte.

Als Begleitprogramm hatten Schüler einen Pausenverkauf zugunsten des Integrationsprojekts „Sport ohne Grenzen“ der Freien Turnerschaft Würzburg organisiert, bei dem 220 Euro zusammenkamen. Stephan Rinke, Initiator des Projekts erzählte von Begegnungen mit Flüchtlingen aus ganz verschiedenen Herkunftsländern, die in Deutschland Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen. Er bezeichnete es als „Glück“, selbst im reichen Deutschland geboren zu sein, und als „Verpflichtung“, davon etwas an Menschen weiterzugeben, die es nicht so gut haben wie er.

Insgesamt zeigte der Festakt am DHG: Bunte Verschiedenheit bereichert – das Deutschhaus-Gymnasium genauso wie die ganze Gesellschaft. Und der Respekt vor der Einzigartigkeit jedes Menschen sollte hier wie dort selbstverständlich sein, heißt es in der Mitteilung der Schule.

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