WÜRZBURG

Riesenbilderbuch der Würzburger Popszene

Lang ist es her, dass die damalige Würzburger Jugend sich an den Klängen von Bands wie The Arrows und The Four Trashmen oder ein paar Jahre später an Munju oder Blues Campaign erfreute. Diese Gruppen und was es sonst noch so in der inzwischen über 60-jährigen Geschichte der Würzburger Pop- und Rockszene gab, lässt das 25. Umsonst & Draußen-Festival vom 21. bis 24. Juni noch einmal aufleben. Nicht live auf der Bühne, sondern auf 53 großformatigen Tafeln wird die „Popmusik in Würzburg von 1951 bis 2012“ in Wort und Bild noch einmal aufgerollt.

Musikalisch Stempel aufgedrückt

Anlass für diesen Rückblick ist sowohl das U&D-Jubiläum als auch das in diesem Jahr stattfindende bayernweite Festival „Stadt.Geschichte.Zukunft“, das das Netzwerk Stadtkultur, ein Zusammenschluss 48 bayerischer Kommunen, veranstaltet. Im Rahmen dieses Projektes soll Geschichte aus der Sicht des Alltags der Menschen dargestellt werden. Seit kurzem stellt die Main-Post in diesem Rahmen wöchentlich die Würzburger Stadtbezirke vor, in dieser Ausgabe das Dürrbachtal.

Wie Ralf Duggen vom U&D-Verein bei einem Pressegespräch erklärte, werden in der Ausstellung weniger die großen Konzerte bekannter Bands in Würzburg in die Erinnerung zurückgeholt. Vielmehr geht es überwiegend um lokale Gruppen, die der jeweiligen Zeit ihren musikalischen Stempel aufgedrückt haben und so ein Teil der Stadtgeschichte geworden sind.

Schon jetzt bittet Ralf Duggen um Verständnis, dass manche Band gar nicht oder nicht in der von ihr gewünschten Gewichtung vorkommen wird. Es geht aber hier wie auch bei der Main-Post-Serie, nicht um historischen Komplettismus, sondern um geschichtliche Schlaglichter. Schließlich war es auch gar nicht so einfach zu all den Bands und Musikern noch Bild- und Textmaterial zu bekommen. „Die Menschen sollen sich die Tafeln anschauen, sich erinnern und miteinander ins Gespräch kommen“, wünscht sich Duggen.

Als ein „hoch spannendes und längst überfälliges Projekt“ betrachtet Kulturreferent Muchtar Al Ghusain diese Ausstellung. Die Popkultur habe sich in der Mitte der Gesellschaft befunden, weshalb das Thema ideal zu dem Städteprojekt passe.

Spurensuche mit QR-Codes

Als Erweiterung der Ausstellung hat der Würzburger Tilman Hampl sogenannte QR–Codes entwickelt, die an verschiedenen Gebäuden, die einen pophistorischen Kontext haben, angebracht werden. Wer mit seinem Smartphone einen diese schwarz-weißen Codes (QR steht für quick response – schnelle Antwort) abfotografiert, erhält auf seinem Telefon relevante Inhalte zu dem jeweiligen Gebäude angezeigt.

Ein Beispiel: Wer den Code am Jugendkulturhaus Cairo fotografiert, erfährt dann, dass dort schon 1959 mit dem „Ariola-Keller“ ein Ort für junge Musiker war. Wer den Code am Tegut-Markt in der Sanderau findet und aufnimmt, lernt, dass sich hier die Huttensäle befanden, in denen legendäre Konzerte (beispielsweise Deep Purple) und Tanzparties stattfanden. Rund 40 derartiger „Locations“ kann man aktuell über die Internetseite qr.wue.de „besichtigen“.

Rückblick

  1. Wie der Hausmeister des Umsonst&Draussen-Festivals arbeitet
  2. Festival: Wie sich das U&D in Würzburg verändert hat
  3. Umsonst & Draussen Würzburg: Anfahrt, Bands, Öffnungszeiten
  4. Wie die Bands auf die Umsonst & Draussen-Bühne kommen
  5. Zum „Umsonst & Draussen“: Wohl kälteste Tage dieses Sommers
  6. Guter Start ins Umsonst & Draussen
  7. Umsonst & Draussen ist eröffnet
  8. U&D: Warum sich die Chefs an Knorkator nicht gern erinnern
  9. Mit Optimismus und einer Medaille ins 30. Umsonst & Draussen
  10. Würzburg feiert zum 30. Mal umsonst und draussen
  11. Umsonst & Draussen 2017: Jetzt auch wieder mit Zirkuszelt
  12. Bilanz beim „Umsonst & Draussen“: Musik gut, Stimmung gut
  13. Starke Frauenstimmen aus Mainfranken beim U&D
  14. Vom U&D hinaus in die Welt
  15. U&D: Auch Kümmert steht wieder auf der Bühne
  16. U&D: 85 000 Musikfans ignorieren den Regen
  17. Umsonst und Draussen: der Liveblog zum Nachlesen
  18. 28 Jahre und immer noch umsonst
  19. Umsonst & Draussen: Nur das Ghana-Spiel kostete Besucher
  20. Mächtig Muskelkater vom Fotografieren
  21. Vier Tage Musik und Kunst beim Umsonst&Draussen-Festival
  22. 90 000 kamen zum U&D in Würzburg
  23. „Umsonst und Draussen“: Wo sich ganz Würzburg trifft
  24. UUD: Wo Zelte und Stiefel fliegen
  25. Red Manhole auf dem U&D
  26. Umsonst & Draußen: Lageplan
  27. Umsonst & Draußen: Das Programm
  28. Umsonst! Draußen! Drinnen auch.
  29. U & D: Diese Bands musst du sehen!
  30. U & D: Vier junge Bands stellen sich vor
  31. Das „U & D“ konzentriert sich
  32. "Umsonst & Draussen" kann stattfinden
  33. Umsonst & Draußen: „Wir hoffen auf die Mainwiesen“
  34. Sorgen auch ums nächste Musik-Festival
  35. 85.000 Fans kamen zu "Umsonst & Draussen"-Festival
  36. 85.000 Fans auf den Mainwiesen
  37. 85 000 Musikfans besuchen das Umsonst & Draussen
  38. Umsonst & Draussen: Gewitter? Regenschirmtänze!
  39. Konzertabbruch wegen Unwetterwarnung
  40. Umsonst & Draussen: Ein lächelnder Festivalpapa
  41. Umsonst & Draussen: Das musst du sehen!
  42. Jung, umsonst und draußen
  43. Rockfans in der Zeitmaschine
  44. Max Prosa: Mit Locken und viel Gefühl
  45. Riesenbilderbuch der Würzburger Popszene
  46. Umsonst & Draußen 2012 - das sind die Highlights
  47. Umsonst & Draussen: Wenig Sonne und viel Musik
  48. Umsonst & Draußen: Rock und Pop am Mainufer
  49. Umsonst &Draußen: Das musst du sehen!
  50. Umsonst, jung und draußen

Schlagworte

  • Blues
  • Deep Purple
  • Muchtar Al Ghusain
  • Popmusik
  • Ralf Duggen
  • Rockszene
  • Umsonst & Draussen-Festival
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!