Rimpar

Rimpar: Keine Zusage auf Erhalt der Mittelschule

Warum auch nach dem Besuch der neuen Staatssekretärin im Kultusministerium Anna Stolz der Erhalt der Rimparer Schule unsicher bleibt.
Die neue Staatssekretärin im Kultusministerium Anna Stolz (links) besuchte am Montag die Rimparer Mittelschule. Jeder Schüler der fünften Klasse hatte der Staatssekretärin einen Brief geschrieben. Foto: Christian Ammon

Mit ihrer Aussage beim Maidbronner Dorffest, die Politik solle "nicht nur die Kirche, sondern auch die Schule im Dorf belassen", hat Anna Stolz  Hoffnungen geweckt: Kaum drei Wochen später war nun die neue Staatssekretärin im Kultusministerium zu Besuch in der Maximilian-Kolbe-Mittelschule. Dabei stellte sie sich entschieden hinter die Schulart Mittelschule und das Konzept, sie mit Hilfe von Schulverbünden im ländlichen Raum zu erhalten. Allerdings gab sie den Lehrern, den Marktgemeinderäten und auch den Schülern mit auf den Weg, dass Schule immer auch eine Frage des finanziell Machbaren sei.

"Unsere Schule ist eine starke Schule"

Es zeigte sich, dass die für die Freien Wähler in den Landtag gewählte frühere Arnsteiner Bürgermeisterin sehr genau darum weiß, was eine Gemeinde an einer Mittelschule hat. Als Bürgermeisterin von Arnstein hat sie energisch um den Schulstandort gekämpft. Selber Tochter eines Mittelschullehrers, wisse sie um die um die besonderen Stärken dieser Schulart, erklärt sie. Sie gehörte genau zu, vermied aber eine konkrete Aussage zum weiteren Schicksal der Schule und appellierte stattdessen an die Verantwortlichen, den zu Jahresbeginn neu gegründeten Schulverbund im Würzburger Norden nicht vorzeitig abzuschreiben, sondern sich "partnerschaftlich" und auf "Augenhöhe" zu begegnen.

Überrascht wirkte sie, als sie erfuhr, dass die Verteilung auf zwei Schulhäuser im neuen Schulverbund nur auf weitere drei Jahre gesichert ist. Dabei vermittelte die für über fünf Millionen Euro frisch renovierte Rimparer Mittelschule beim Besuch der Arnsteinerin nicht den Eindruck, als ob die Schule schon bald schließen könnte: Auf dem erst vor kurzem durch die Gemeinde hergerichteten Pausenhof begrüßten alle 102 Schüler gemeinsam mit Schulleiter Reinhard Schlereth die junge Politikerin mit einem spontanen Konzert, die damit ein Zeichen für den Erhalt ihrer Schule setzen wollen. Wie schon so oft. Bislang jedoch ohne durchschlagenden Erfolg.

Den Schulzweig wird es in Rimpar bis auf weiteres nicht mehr geben

"Unsere Schule ist eine starke Schule", beschrieb denn auch die 14-jährige Schülerin Maria Keller ihre Haltung zu der Schule. Sie komme aus Bergtheim, besuche jedoch bewusst den auf die Mittlere Reife vorbereitenden M-Zweig in Rimpar - als eine der letzten Schüler. Den Zweig wird es hier bis auf weiteres nicht mehr geben. So ist es im neuen Vertrag zwischen den acht Gemeinden des Schulverbundes geregelt. Damit die Schule eine Zukunft habe, setze sie auf die Unterstützung der Politikerin aus dem Nachbarort.

Auch bei den Gesprächen nach dem Rundgang wurde offen geredet

Auch bei den Gesprächen nach dem Rundgang wurde offen geredet: Die Rimparer Seite fühlt sich in der überörtlichen Gemeindeallianz im Würzburger Norden eben nicht auf Augenhöhe behandelt: Die besten Lehrer würden unerwartet abgezogen, Geschwisterkinder dazu gebracht, dass sie eine andere Schule besuchen, Schülern aus Würzburg der Wechsel nach Rimpar verboten und den Eltern damit gedroht, dass sie für die Fahrtkosten aufzukommen hätten.

Das Vertrauen in den neuen Schulverbund, in dem sich Rimpar sieben Gemeinden gegenübersieht, ist gering. Die Rimparer Verantwortlichen gehen davon aus, dass die überörtliche Gemeindeallianz "Würzburger Norden" in Einheit mit dem Schulverbund und dem Schulamt weiterhin die Schließung des Standortes in Rimpar zugunsten eines einzigen Standorts in Unterpleichfeld zum Ziel hat.

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