WÜRZBURG

RockRace durch Schlamm und über Autoreifen

Schlamm, Autoreifen, Wassergraben - über 20 Hindernisse mussten die 500 Läufer am Sonntag in Würzburg überwinden. Es war die Premiere von „RockRace“. „Ein neues Highlight für Würzburg“, sagt Jürgen Schweighöfer, der mit seinem Team den Hindernislauf organisiert hat.

Schon wenige Meter nach dem Start an den Mainwiesen war kein Teilnehmer mehr trocken. Die Strecke führte bis zur Alten Mainbrücke, die Festung Marienberg hinauf und zurück in die Mainaustraße.

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Rock Race Teil 1

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Rock Race Teil 2

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Rock Race Teil 4

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Rock Race Teil 5

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Mehrere Hindernisse sind kurz nach dem Start am Viehmarktplatz aufgebaut. Das in giftgrüne Ganzkörperanzüge gekleidete Team „Rock-Space“ kämpft sich hier durch die wassergefüllten Container. Reinklettern, durchs Wasser waten, rausklettern – mehrmals. Dazu über einen großen Haufen Reifen steigen und an einem Seil von Heuballen zu Heuballen schwingen. „Wir wussten, was auf uns zukommt, wir waren beim Training dabei“, sagt der 27-jährige Denny Wolf. An den ersten Hindernissen staut sich noch das Teilnehmerfeld. Deshalb haben die fünf Freunde eine kurze Verschnaufpause.

„Etwa 80 Prozent der 500 angemeldeten Starter laufen im Team“, sagt Schweighöfer. Er ist begeistert von der Teilnehmerzahl, man habe im Vorfeld mit nur 300 Läufern kalkuliert. „Eine Premiere im Regen – das ist wie bei der Taufe und passt perfekt!“ Er freut sich sogar, dass die Hänge an der Festung rutschig sind. „Das steigert die Herausforderung.“

„Jetzt spürt man schon die Beine...“
Teilnehmerin Stefanie Dopf nach der Zielankunft

Es geht darum, den Körper an die Grenzen zu bringen. Rock-Space ist nach einem kräftezehrenden Anstieg an der Festung angekommen. Doch die Laune ist gut, für die Zuschauer gibt es einen gereckten Daumen im Vorbeirennen. Ein anderes Team zieht sogar lautstark singend vorbei. Zweimal um die Festung führt der Weg. Es geht hoch und runter, insgesamt 700 Höhenmeter überwinden die Sportler, bis die Hindernisse am Main auf dem Rückweg abermals bezwungen werden müssen.

Die Strecke ist dadurch nicht ganz ungefährlich, doch es gibt keine größeren Verletzungen, sagt ein Sanitäter der Malteser. Über 50 Rettungskräfte sind vor Ort, etwa 100 Helfer auf der Strecke verteilt. Trotzdem verlaufen sich manche Sportler. Doch untereinander wird sich geholfen: An der Festung bleibt eine Teilnehmerin kurz stehen und erklärt zwei Irrläufern den Weg.

Auch die Gruppe in den grünen Anzügen ist einmal kurz vom Weg abgekommen, doch nun auf direktem Weg zum Ziel. Nach zwei Stunden und 45 Minuten hat es das Team gemeinsam ins Ziel geschafft. Sie sind die ganze Zeit zusammengeblieben und haben sich gegenseitig bei den Hindernissen geholfen. Der schnellste Teilnehmer war Patrick Karl aus der U 23-Nationalmannschaft über 3000 Meter Hindernis. Er brauchte gerade mal eine Stunde und 33 Minuten. „Ein Pokal und die Ehre sind die Belohnung“, meint Schweighöfer lachend.

Nächstes Jahr werde der Lauf wieder stattfinden, meint der Organisator. Eine Genehmigung habe er schon und nächste Woche beginne auch wieder das öffentliche Training, zu dem zuletzt über 60 Läufer kamen. „Jetzt spürt man schon die Beine“, sagt Stefanie Dopf, aber im nächsten Jahr wollen die fünf auf jeden Fall wieder dabei sein.

 
Schlammrutsche: Der Regen verschärfte das Vergnügen. Foto: Gralla
Flott mit der Liegestütztechnik: Als eines der Hindernisse krabbelten die Läufer unter einem Lastwagen durch. Foto: Chris Weiß
Parcour auf dem Viehmarktplatz: Geschicklichkeit ist gefragt beim Lauf über den Autoreifenberg. Foto: Chris Weiß
Entflohen auf die Festung Marienberg: Beim ersten Rock Race in Würzburg erklommen die Teilnehmer den steilen Weinberg scharf über der Grasnarbe – Alexander Blümel sogar freiwillig mit Vier-Kilo-Kette. Foto: Silvia Gralla

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