Gelchsheim

Roland Nöth will Gelchsheimer Bürgermeister werden

Roland Nöth strebt das Amt des Bürgermeisters in der Marktgemeinde an. Foto: Hannelore Grimm

Roland Nöth (CSU) bewirbt sich um das Amt des Bürgermeisters. Das Gerücht, das seit längerem in der Marktgemeinde kursierte, bewahrheitete sich bei einer Informationsveranstaltung, zu der die Wählergemeinschaft Gelchsheimer Liste eingeladen hatte.

Der 47-jährige, gebürtige Gelchsheimer strebt die Nachfolge von Hermann Geßner an, der sich nach zwölf Jahren nicht mehr für das Amt zur Verfügung stellt. Das amtierende Ortsoberhaupt, das knapp 50 Besucher in der Bürgerstube begrüßte, gab zunächst einen Einblick in die Gelchsheimer Liste, zu der sich 2002 die CSU und die Unabhängigen Bürger zusammengeschlossen haben. Die Bürger in den Ortsteilen Oellingen und Osthausen treten mit einer eigenen Liste zur Kommunalwahl an.

Für eine Kandidatur ist, so der Bürgermeister, nicht die Zugehörigkeit zu einer Partei oder Gruppierung entscheidend, sondern die Bereitschaft der Bürger sich zu engagieren. Laut Hermann Geßner, der wie er sagte, darauf hofft, dass auch weibliche Mitglieder in das Ratsgremium einziehen, gibt es dahingehend bereits Gespräche.

Kandidat will hinhören, was der Bürger zu sagen hat

Ob allerdings Ulrike Endres, Melanie Hartmann-Mark, Ina Leimig, Anita Langer und Angela Hoos über eine eigene Frauenliste oder über die Gelchsheimer Liste kandidieren, ist noch offen. Für eine Kandidatur bereit erklärten sich neben Ratsmitglied Christioph Wülk, der eine weitere Amtsperiode anstrebt, Michael Deppisch, Joachim Reuß und Heinz Rathgeber.

Für Roland Nöth, der kurz und offen persönliche Themen ansprach, hat bei seiner Bewerbung "oberste Priorität, Verantwortung zu übernehmen." Bei seiner Arbeit an der Spitze der knapp 800 Einwohner zählenden Marktgemeinde, will er "hinhören, was die Bürger zu sagen haben und was für Anregungen sie geben." Es kommt, wie er sagt, nicht darauf an, was der Bürgermeister, sondern was der Bürger will.

Pro und Contra halten sich die Waage

Aus Nachfrage eines Versammlungsteilnehmers nach seiner Zielsetzung nennt er die Schaffung von Wohnraum und die Ansiedlung von Gewerbetreibenden ebenso wie die Schaffung einer Einkaufsmöglichkeit. Dass mit dem Amt große Herausforderungen auf ihn zukommen, ist sich der Bürgermeisterkandidat bewusst. Nöth, der als Vorsitzender des Bürgervereins Gelchsheim und als Wirt in der Bürgerstube fungiert, betreibt auch den Kiosk mit Biergarten im Freibad am Gaubahnradweg.

Dass sich Pro und Contra für den Kandidaten die Waage halten, zeigte sich bei der anschließenden Diskussion. Nach Meinung von Armin Hammer ist Nöth kein guter Kandidat, er wäre "der falsche Bürgermeister".  Roland Nöth, der dagegen hält, dass er durch die Vereinsarbeit im Umgang mit Ämtern und Behörden ebenso vertraut ist wie in der Zusammenarbeit mit Personal, bekam Zustimmung von Karl-Adam Weisenberger. Wie dieser begründet, hat der Kandidat den Ehrgeiz, sich den Aufgaben zum Wohle der Gemeinde zu stellen. Und seinen Worten nach ist Roland Nöth alles, was er angepackt hat, auch gelungen.

Zur Person
Roland Nöth wurde am 1. Mai 1972 in Würzburg geboren und ist in Gelchsheim aufgewachsen. Seit acht Jahren lebt er mit seiner Lebensgefährtin Tanja Drinnenberg in der Marktgemeinde. Zusammen haben sie drei Kinder. Nach dem Abschluss der Hauptschule erlernte er das Bäckerhandwerk in einem örtlichen Betrieb. Anschließend absolvierte er eine Ausbildung zum Koch. Zunächst übernahm er die Küchenleitung in einem fränkischen Restaurant bevor er sich als Gastronom in der Bürgerstube der Deutschherren-Halle selbstständig machte.
Nachdem das Pachtverhältnis nicht mehr fortgeführt werden konnte, erweiterte er seine Selbstständigkeit im Dienstleistungs-und Gastronomiesektor. Seit 2007 leitet er die Organisation der Veranstaltungen für den Bürgerverein, in dem er seit 2011 als Vorsitzender amtiert. Von 2009 bis 2014 übernahm er in voller Verantwortung den Betrieb und den Kiosk im Gelchsheimer Freibad. Nach dem dreijährigen Umbau ist er seit 2018 Pächter des Kiosks. Daneben ist er Inhaber des Unternehmens "Knödel's Genussküche", in der er Gemüsebrühe und Würzmischungen herstellt und vertreibt.
Der Gelchsheimer Bürgermeister Hermann Geßner tritt nicht mehr zur Wiederwahl an. Foto: Hannelore Grimm

Schlagworte

  • Gelchsheim
  • Hannelore Grimm
  • Biergärten
  • Bürger
  • CSU
  • Gastronominnen und Gastronomen
  • Gaststätten und Restaurants
  • Hermann Geßner
  • Hotel- und Gastronomiegewerbe
  • Kommunalwahlen
  • Marktgemeinden
  • Mitarbeiter und Personal
  • Politische Kandidaten
  • Vereinsarbeit
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!