Gerbrunn

Roman Hill, Anleinpflicht für Hunde und die Grundversorgung

Einen bunten Strauß an Themen behandelte der Gerbrunner Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Vom Roman Hill über Hunde bis hin zu Auftragsvergaben für Digitalisierung und Hallenbad sowie den Erlass von Wassersatzungen war alles dabei.

Die circa acht Hektar große ehemalige Schießanlage der US-Amerikaner über der Roßsteige war bislang noch als Nato-Gelände hinterlegt. Der Gemeinderat beschloss daher einstimmig eine Umwidmung, so dass auf dem Roman Hill das geplante Naherholungsgebiet entstehen kann. Bürgermeister Stefan Wolfshörndl (SPD) unterstrich, dass es hierzu noch einen weiteren öffentlichen Workshop geben wird. Zur von Reinhard Kies (Freie Wahlgemeinschaft Gerbrunn) vorgetragenen Befürchtung mancher Bürger, dass der Freizeitgehalt dort zu groß und der natürliche Charakter zu gering ausfallen könnte, erklärte Wolfshörndl: "Nicht nur ein aufgeforsteter Wald, sondern beispielsweise auch Trockenwiesen sind ökologisch."

Hunde müssen angeleint werden

Ein Thema, das spalten kann, ist auch die Anleinpflicht für Hunde. Auf der einen Seite muss dem Freiheitsdrang der Tier Rechnung getragen werden, auf der anderen Seite dem Sicherheitsempfinden der Bürger, vor allem innerhalb des Ortes. Insoweit war es folgerichtig, dass im Wohnbaugebiet "Innerer Kirschberg III" künftig auch Anleinpflicht herrscht. Gemeinderat Günter Kraft (FWG) schlug vor, auch noch den oberen Bereich des Judenpfads mitaufzunehmen, weil es dort einen Spielplatz gebe. Letztlich entschied sich der Gemeinderat für die vom Judenpfad und Sandhügelweg eingeschlossene Fläche einschließlich der Wege. Sie wird nun in die Verordnung zum Schutz der Öffentlichkeit vor Gefahren durch Hunde aufgenommen.

Vom Außenbereich ins Gerbrunner Hallenbad: Dort ist die Steuerungstechnik zum Dosieren des Chlorgases sanierungsbedürftig. Da das komplette Aufbereiten des Badewassers das Zusammenwirken aller Messgrößen benötigt, soll das gesamte Dosiersystem mit den abgestimmten Sensoren ausgetauscht werden. Kostenpunkt: 22 806,54 Euro zuzüglich Montage. Die Firma Prominent mit Sitz in Heidelberg übernimmt den Austausch.

Platz vor dem Rathaus mutiert zum Parkplatz

Eine Investition in die Zukunft ist auch die Digitalisierung. Hierbei hat es die Gemeinde in eine Projektförderung des Bundes geschafft, die bis zu 50 000 Euro umfasst. Das Geld darf für externe Planungs- und Beratungsleistungen verwendet werden, die den Breitbandausbau forcieren. Damit kann etwa ein Struktur- und Masterplan aufgestellt werden. Zusätzlich will die Gemeinde über das bayerische Förderverfahren die Eichendorffschule und das Rathaus mit Glasfaser erschließen.

Die digitale Infrastruktur gehört zur neuen Grundversorgung, das Leitungswasser ist es seit langem. In diesem Zuge beschloss der Gemeinderat zwei neue Beitrags- und Gebührensatzungen. Die Abgaben für den Ausbau und die Erneuerung von Wasserleitungen wurden auf der Grundlage von Rechtsprechungen angehoben.

Zum Abschluss des öffentlichen Teils umtrieb manchen Gerbrunner Gemeinderat noch, dass der neu gestaltete Platz vor dem Rathaus als Parkplatz genutzt wird, obgleich dies in verkehrsberuhigten Straßen nur in eingezeichneten Flächen gestattet ist. Wolfshörndl verwies darauf, dass die Verkehrsüberwachung diesen Bereich neuerdings auch in den Abendstunden überwacht.

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