Randersacker

Samstagsbrief zur Landarztquote: Hausarzt Dr. Geis antwortet

Dr. Dieter Geis, Allgemeinmediziner aus Randersacker und Ehrenvorsitzender des Bayrischen Hausärzteverbands.  Foto: Thomas Obermeier

Sehr geehrte Frau Natter, für den fundiert recherchierten Samstagsbrief danke ich Ihnen sehr.
 In Ihrem Brief schreiben Sie, die Landarztquote käme zu spät.  

Frau Natter, Sie kommt zwar spät, aber nicht zu spät und sie ist richtig und wichtig: Zeigt sie doch das Erkennen der Politik, dass die Zugangsregelung zum Medizinstudium nicht allein durch Einser-Abitur, Numerus Clausus und Wissenschaftlichkeit erfolgreich sein kann im Sinne einer empathischen und patientenzugewandten späteren ärztlichen u. insbesondere hausärztlichen Tätigkeit .

Wir brauchen natürlich hochspezialisierte Ärzte zur Behandlung schwerer und lebensbedrohender Erkrankungen, aber ebenso verlangt unsere immer älter und damit auch kränker werdende Bevölkerung den zugewandten, aber auch breit ausgebildeten Hausarzt. Nur dieser kann seinen Patienten, oft lebenslang, sowohl bei physischen und psychischen Erkrankungen in seinem sozialen Umfeld behandeln und begleiten. Dazu benötigen wir den gut ausgebildeten Facharzt für Allgemeinmedizin als Hausarzt.

Dies hat in Bayern die Politik erkannt: Nicht nur in der Landarztquote , auch in der Unterstützung für die Schaffung von Lehrstühlen an den Universitäten, in den unterschiedlichsten Förderprogrammen und der offenen Unterstützung der „Hausarztzentrierten Versorgung“ für unsere Patienten.

Nur durch eine hohe Spezialisierung der Fachgebiete und durch eine fundierte Allgemeinmedizin als Hausärzte werden wir auch zukünftig unserer Bevölkerung eine optimale medizinische Versorgung anbieten können und den jungen Medizinstudenten einen interessanten Hausarztberuf in Aussicht stellen können.   Die Landarztquote ist dabei ein Schritt in die richtige Richtung.

Rückblick

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