WÜRZBURG

Schifferkinderheim ist langfristig gesichert

In zwei Mitgliederversammlungen hat der Verein Schifferkinderheim Würzburg Beschlüsse zur Gründung einer „Stiftung Schifferkinderheim“ gefasst. Ihr soll das Vereinsvermögen samt Heimbetrieb Ede 2012 übertragen und der Verein aufgelöst werden. Der Verein hat so die Weichen gestellt, dem 1958 begonnenen Betrieb des Heimes eine vom Bestand des Vereins unabhängige Grundlage geben sollen. Die „Stiftung Schifferkinderheim“ (Sitz: Würzburg) wurde inzwischen von der Regierung von Unterfranken anerkannt.

Bereits seit den 70er Jahren führen Strukturveränderungen in der deutschen Binnenschifffahrt zu einem kontinuierlichen Rückgang des Bedarfs an Heimplätzen für Schifferkinder, berichtet der Verein in einer Pressemitteilung. Um die Wirtschaftlichkeit und Auslastung des 80 Plätze umfassenden Heimes sicherstellen zu können, werden seitdem auch Auszubildende der Stadt Würzburg, der Handwerkskammer und der Bauinnung sowie Meisterschüler aufgenommen. In der noch zehn Plätze umfassenden Kindergruppe wohnen heute Schifferkinder mit Kindern und Jugendlichen, die Jugendämter dem Heim zuweisen.

Nachdem der weitere Bedarf für Schifferkinder und damit die Aufgabe des Schifferkinderheim Würzburg nicht mehr absehbar sind, soll das Bestehen des Schifferkinderheimes nun nach Auffassung der Vereinsmitglieder und des Vorstandes langfristig durch die Stiftung abgesichert werden. Die Satzung der „Stiftung Schifferkinderheim“ enthält daher als Zweck der Stiftung die Vorgabe, „insbesondere die Erziehung und Betreuung von Kindern von Binnenschiffern und die Berufsausbildung und die Berufsfortbildung von Jugendlichen und Erwachsenen“ zu fördern. Der nach Stiftungsrecht auf „ewig“ angelegte Bestand der Stiftung wird nach Auffassung des Stifters dafür Sorge tragen, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Schifferkinderheim weiter eine ihren Bedürfnissen entsprechende Unterkunft und Betreuung finden werden.

Der Betrieb des Schifferkinderheimes erfolgt bis zur Übergabe an die Stiftung Ende 2012 weiterhin durch die als Liquidatoren bestellten Vorstandsmitglieder Rudolf Weber, Johannes Solger und Herta Eissner.

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