Würzburg

Seit 40 Jahren: Arbeiter-Samariter-Bund in Würzburg

Bei der Feier zum Jubiläum "40 Jahre ASB in Würzburg". Foto: Moritz Wohlrab, ASB

Der Würzburger Arbeiter-Samariter-Bund feierte in Grombühl sein 40-jähriges Bestehen. Gemeinsam mit rund 100 geladenen Gästen blickte man nach der Eröffnung durch ASB-Geschäftsführer Dieter Gronbach auf die Historie des Verbandes zurück, heißt e sin einer Pressemitteilung. „Das Wirken des ASB ist ein erfreuliches Kapitel in der Geschichte der Stadt Würzburg“, sagte Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake. „Organisationen wie der ASB geben unserer Stadt ein menschliches Gesicht. Der Verband trägt dazu bei, dass Würzburg eine soziale Stadt genannt werden kann.“

Der ASB-Bundesvorsitzende Knut Fleckenstein betonte, dass sich der ASB durch seine Haltung und durch seine Werte definiere. "Das ist gerade in diesen Zeiten wichtig. Uns ist es wichtig, Menschen zusammenzuführen." Es gehe darum, das Gemeinwesen zu gestalten.

ASB-Landesgeschäftsführer Jarno Lang hob das Engagement der Würzburger Samariter für Menschen mit Behinderung heraus: "Sie leisten seit 40 Jahren einen elementaren Beitrag dazu, dass Menschen mit Behinderung die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gesichert wird."

ASB-Präsidiumsmitglied Wilhelm Müller sowie der Würzburger ASB-Vorsitzende Hans Werner Loew präsentierten die Historie des Verbandes. „Heute feiern wir die Neugründung des Arbeiter-Samariter-Bundes in Würzburg, die im Jahr 1979 erfolgte“, sagte Loew. „Ursprünglich wurde der ASB in Würzburg bereits 1922 von dem Sozialdemokraten Felix Freudenberger gegründet. Der ASB wurde jedoch in ganz Deutschland im Jahr 1933 von den Nationalsozialisten verboten und zerschlagen.“

Der ASB wurde dann im November 1979 auf Initiative von Werner Heitzmann, einem Sonderschullehrer am Blindeninstitut, neu gegründet. Als erste Geschäftsstelle wurde ein kleiner Laden angemietet. Zunächst wurden Bereiche wie die Erste-Hilfe-Ausbildung und der Sanitätsdienst aufgebaut, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Recht bald legte man den Schwerpunkt jedoch auf die Hilfe für Menschen mit Behinderung. Im Zentrum stand dabei zunächst der Fahrdienst: Die ersten Transport-Aufträge kamen vom Gehörlosenzentrum Dr.Karl-Kroiß-Schule und vom Blindeninstitut. Später kam die Offene Behindertenarbeit dazu, die sich auf barrierefreie Freizeitangebote spezialisiert hat. Im Lauf der Jahre und Jahrzehnte kamen unter anderem die Ambulante Pflege, die Schwerstbehindertenbetreuung im Wohnprojekt Vogelshof, die Schulbegleitung für Kinder mit Förderbedarf und das Seniorenzentrum Volkach dazu. Zudem betreibt der ASB Würzburg-Mainfranken gemeinsam mit anderen ASB-Verbänden den Wünschewagen Franken – ein Projekt, bei dem schwerstkranken Menschen letzte Wünsche erfüllt werden.

Archivbild zum Jubiläum "40 Jahre ASB in Würzburg". Foto: Moritz Wohlrab, ASB
Archivbild zum Jubiläum "40 Jahre ASB in Würzburg". Foto: Moritz Wohlrab, ASB

Schlagworte

  • Würzburg
  • Arbeiter-Samariter-Bund
  • Behinderte
  • Bürgermeister und Oberbürgermeister
  • Gesellschaft und Bevölkerungsgruppen
  • Hans Werner Loew
  • Kinder und Jugendliche
  • Marion Schäfer-Blake
  • Nationalsozialisten
  • Sozialdemokraten
  • Staaten
  • Stadt Würzburg
  • Städte
  • Wilhelm
  • Wilhelm Müller
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!