EISINGEN

Seit drei Wochen kein Telefon, kein Fernsehen, kein Internet

Es ist ruhig im Haus von Brigitte Griegel im Dornbuschweg 31 in Eisingen. Kein Telefon klingelt, kein Fernseher läuft und auch kein Musikvideo von Youtube aus den Internet dudelt aus dem Computerlautsprechern. „Schön“, würden manche Menschen sagen doch Brigitte Griegel sieht das anders. Seit dem 23. Dezember ist die Versorgung der Familie mit Telefon, Fernsehempfang und Internet von Kabel Deutschland (KD) gekappt – in der gesamten Straße, sagt sie.

„Wir selbst haben es erst am Tag vor Heiligabend gemerkt“, berichtet Brigitte Griegel am Montag über ihr Höchberger Geschäftstelefon, doch am Telefon habe ihr ein Hotline-Mitarbeiter von Kabel Deutschland bestätigt, dass der Fehler laut seinem Computer bereits seit dem 21. Dezember um 5.30 Uhr bekannt sei. Aber obwohl seit diesem Datum mittlerweile rund drei Wochen vergangen sind, sei nichts passiert.

„Ich habe sechs, sieben, achtmal bei der Hotline angerufen, die sitzen dann zum Beispiel irgendwo in Leipzig oder sonst wo und wissen von nichts.“ Einmal bekam sie dann doch Name und Nummer einer Karlstädter Firma. „Dort sollte ich anrufen und fragen, wie weit die Arbeiten gediehen seien“, berichte Brigitte Griegel. „Doch bei der Firma wusste man von nichts, weil man nicht für KD arbeiten würde“, sagt sie.

Auch ein Anruf bei einer Kabel-Deutschland-Adresse in Würzburg brachte keine Hilfe. „Der Mann am Telefon sagte, er verkaufe nur.“ Nur drei sms habe sie mittlerweile auf Ihr Handy geschickt bekommen, vom Service-Team bei Kabeldeutschland, jede mit der Botschaft, der Fehler sei behoben. „Ist er aber nicht.“

Gleich zwei Störungen

Nach Anfrage am Montag meldet sich Kathrin Wittmann, Sprecherin bei Kabel Deutschland in Unterföhring am Dienstagnachmittag. „Da waren wegen dieser Störung Tiefbauarbeiten nötig, die sind aber abgeschlossen, also müsste alles wieder funktionieren“, so Wittmann gegenüber der Main-Post. Warum es das nicht tut, weiß sie nicht.

Doch auch am Mittwoch bleibt das Telefon stumm, bleiben Fernseher und Computerbildschirm dunkel. Das wird auch noch ein bisschen so bleiben. Denn Karin Wittmann meldet sich wieder und versucht eine Erklärung. Es habe sich herausgestellt, so die Sprecherin, dass die Fehlermeldung von Brigitte Griegel zu einer weitern passte, die kurz zuvor bei Kabel Deutschland eingegangen sei. Nachdem dieser Fehler behoben worden sei, sei man davon ausgegangen, dass auch die Störung bei Brigitte Griegel damit behoben worden sei.

Nun habe sich aber herausgestellt, dass dafür Tiefbauarbeiten nötig seien, sprich man müsse die Straße aufgraben. Die erforderliche Genehmigung seitens der Gemeinde Eisingen läge vor, am 16. Januar, also an diesem Montag, über drei Wochen nach bekannt werden der Störung, würden die Bagger beginnen.

„Wir bedauern die Umstände sehr“, sagt Wittman, „wir werden der Kundin eine großzügige Gutschrift anbieten“. „Ja, uns hat jemand von Kabel Deutschland angerufen“, bestätigt Brigitte Griegel, die inzwischen herausgefunden hat, dass außer ihrer Familie noch acht weitere Haushalte betroffen sind. Und wie sieht die großzügige Gutschrift aus? „Man hat uns einen Monat die Gebühren erlassen“, sagt sie.

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