WÜRZBURG

Selbstmord in Asylheim: Trauer um Flüchtling

Sie haben eine Art Altar am Haus 305 aufgebaut, direkt hinter dem Eingang zur Würzburger Gemeinschaftsunterkunft (GU) für Asylbewerber. Eine iranische Flagge haben sie dort ausgebreitet, Blumen darauf gelegt und Kerzen hingestellt – außerdem drei Teller mit Halva-Teig, so wie es üblich ist im Iran, wenn jemand stirbt.
Mitgefühl: Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft in Würzburg vor dem Haus, in dem Mohammad R. sich das Leben genommen hat. Foto: Foto: Andreas Jungbauer
Sie haben eine Art Altar am Haus 305 aufgebaut, direkt hinter dem Eingang zur Würzburger Gemeinschaftsunterkunft (GU) für Asylbewerber. Eine iranische Flagge haben sie dort ausgebreitet, Blumen darauf gelegt und Kerzen hingestellt – außerdem drei Teller mit Halva-Teig, so wie es üblich ist im Iran, wenn jemand stirbt. Einige Männer debattieren lautstark in der Januarkälte, andere sind schweigsam, eine Frau weint. Was sie an diesem Tag eint, ist die Trauer um einen der Ihren. Der 29-jährige Mohammad R. aus dem Iran hat sich in der Nacht auf Sonntag in seinem Zimmer erhängt. Es ist der erste Suizid im ...
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