Veitshöchheim

Seniorenreferentin verwöhnt ihre Altersgenossen

Alle drei Monate lädt die 78jährige Veitshöchheimerin Ursula Heidinger ihre Altersgenossen zu einem kalten Schlemmer-Büffet in den Bacchuskeller ein, das sie selbst mit viel Liebe zubereitet. Foto: Dieter Gürz

Mit 78 Jahren hat Ursula Heidinger eigentlich ein Alter erreicht, wo sich wohl die meisten gerne von anderen verwöhnen und bedienen lassen. Nicht so die Seniorenreferentin des Gemeinderates, dem sie schon seit 1990, also seit 29 Jahren angehört.

Seit der Gründung des Seniorenarbeitskreises vor 23 Jahren ist sie dessen unermüdliche Triebfeder und gute Seele und seit über fünf Jahren steht sie auch dem Seniorenbeirat der Gemeinde vor. In dieser Doppelfunktion stellt sie ein vielfältiges Angebot für die hiesigen Senioren auf die Beine.

Gastronomische Fertigkeiten kommen ihr zugute

Alle drei Monate lädt sie zu einem kalten Schlemmer-Büffet in den Bacchuskeller ein, das sie selbst mit einigen Helfern an der Seite mit viel Liebe zubereitet. Hier kommen ihr noch heute ihre gastronomischen Fertigkeiten zugute, die sich die gelernte Hotelkauffrau erwarb, als sie 20 Jahre lang bis zu ihrer Pensionierung 2003 das Hotel am Main leitete. 

Keine Frage ist, dass sich alle Senioren bei den von Ursula Heidinger organisierten Veranstaltungen in geselliger Runde richtig wohlfühlen. Dies ist natürlich auch im Vereinsraum des Feuerwehrhauses der Fall, wenn es dort im Februar heißt "Fisch und Fasching für Senioren" oder wenn es im Dezember bei der Weihnachtsfeier ein Wildessen gibt.

Zum Stamm gehören die Senioren, die jeden Mittwoch an Heidingers Wanderungen durch die fränkische Landschaft mit gemütlichem anschließendem Beisammensein teilnehmen. Darüber hinaus organisiert die Seniorenbeiratsvorsitzende schon seit 18 Jahren die wöchentlichen Einkaufsfahrten für Senioren und viele Ausflüge selbst, da sie dadurch sehr viel günstiger sind als über ein Reisebüro.

Fahrten nach Italien und Österreich

So steht jede fünfte Woche eine Tagesfahrt auf dem Programm, so schon nach Dinkelsbühl, Worms, Heppenheim, Coburg und Schwäbisch Hall und heuer gab es auch schon eine Vier-Tagesfahrt im Januar in den Bayerischen Wald und je eine Fünf-Tagesfahrt im Mai an den Gardasee und im September an den Neusiedler See in Österreich.

Für ihr vorbildliches ehrenamtliches Engagement war die SPD-Gemeinderätin schon 2007 beim Neujahrsempfang der Gemeinde vor großer Kulisse ausgezeichnet worden, unter anderem auch wegen ihrer Verdienste für den von ihr 1992 gegründeten Verkehrs- und Gewerbeverein, dessen Vorsitz sie bis 2008 innehatte. Bis dahin hatte sie alljährlich die letzte Fuhre der Winzer und das überregional bekannte Veitshöchheimer Altortfest organisiert, das es nach ihrer Zeit als Vorsitzende nicht mehr gab sowie den vor 26 Jahren von ihr ins Leben gerufenen Weihnachtsmarkt. Auch der seit 1992 bestehende Freitagsmarkt an den Mainfrankensälen geht auf ihre Initiative zurück.

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