Frickenhausen

Silvaner ist jetzt die Nummer 1

Fotoshooting mit den Weinprinzessinnen (von links) Teresa aus Randersacker, Andrea aus Eibelstadt, Markus Öder, 2. Vorsitzender des Winzervereins Frickenhausen 1981, Lisa aus Frickenhausen, Vanessa aus Theilheim und Anni aus Heidingsfeld. Foto: Martin Steigerwald

Die Jungweinprobe des Winzervereins Frickenhausen im historischen Ratskeller zeigte einmal mehr die Bedeutung der Vorzeigesorte der Frickenhäuser Winzer. Allein zehn der 23 verkosteten neuen Weine waren laut Pressemitteilung des Winzervereins von Silvanerreben, gewachsen an den Hängen des Weinorts am Main.

Die direkte Südausrichtung und die Steillage der Weinberge, die eigentlich ein Garant für hochqualitative Weine sind, stellten die Winzer 2019 vor neue Herausforderungen, wie Markus Öder, 2. Vorsitzender des Winzervereins Frickenhausen 1981, in seinen einführenden Worten erläuterte. Die nun im zweiten Jahr hintereinander viel zu geringen Niederschläge führten zu Einbußen bei den Erntemengen. Von vielen Weinbergen kamen 2019 nur die Hälfte oder gar nur ein Drittel der Vorjahreserträge in die Keller. In Folge der sehr starken Sonneneinstrahlung und der Hitze vor allem in der letzten Juliwoche, kam es zu nie vorher beobachteten Sonnenbrandschäden. Bei der dafür besonders empfindlichen Rebsorte Bacchus führte das in nicht wenigen Fällen bis zum Totalausfall.

Winzermeister Martin Reinhard, einer der beiden Probensprecher, veranschaulichte das den mehr als 160 Anwesenden im vollbesetzten Ratskeller anhand von Fotos, als der einzige Bacchus dieser Verkostung an der Reihe war. Er konnte aber auch zeigen, wie mit moderner Technik das teilweise schadhafte Lesegut gründlich sortiert und somit ein hervorragender Wein erzeugt werden kann.

Silvaner überholt Müller-Thurgau

Wie Martin Reinhard weiter ausführte, ist der Gewinner bezogen auf die Anbaufläche in Franken eindeutig der Silvaner. Diese Rebsorte kommt vergleichsweise gut mit den neuen Bedingungen zurecht und hat nun den Müller-Thurgau hauchdünn überholt. Dabei fiel auf, dass offenbar besonders in Frickenhausen die Bedeutung des Blauen Silvaners deutlich zunimmt. Trotz seiner Färbung zählt er nicht zu den Rotweinsorten. Vier der zehn Silvanerproben kamen vom Blauen Silvaner.

Die Vielfalt der in Frickenhausen angebauten Rebsorten war trotz der Dominanz des Silvaners im Verlauf des Abends ersichtlich. Peter Fladung, Weinberater der GWF, war der zweite Probensprecher auf dem Podest. Auch er informierte die Gäste zuerst über die technischen Daten des im Glase befindlichen Weines. Die anschließende fachliche Beschreibung der zu schmeckenden Aromen sowie das Potenzial des gerade verkosteten Weines war für den Laien manchmal überraschend, sei aber bei weiterem eigenem Probieren dann nachvollziehbar gwesen, heißt es in der Mitteilung.

Zwei besondere Cuvees

Unterbrochen durch eine Halbzeitpause kamen die Weininteressenten in den Genuss zweier Cuvees und Weinen der Rebsorten Müller-Thurgau, Bacchus, Grauer Burgunder, Weißer Burgunder, Scheurebe, Riesling und Rieslaner. Ein Traminer bildete den perfekten Abschluss. 

Die Frickenhäuser Weinprinzessin Lisa, die bereits zu Beginn der Veranstaltung die Gäste begrüßt und ihre Kolleginnen aus Eibelstadt, Theilheim, Randersacker und Heidingsfeld vorgestellt hatte, nahm nach der Veranstaltung mit diesen gerne noch für ein Fotoshooting  Aufstellung auf der Treppe des Ratskellers.

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