Winterhausen

Skepsis wich der Begeisterung

Die Ehrenamtlichen vom Helfernetzwerk leisten viel für die Winterhäuser Senioren (von links: Leonhard König, Edith Zobel, Iris Schweizer, Monika Wenger, Roswitha Oehler, Ulla Walpuski und Holger Zobel).
Die Ehrenamtlichen vom Helfernetzwerk leisten viel für die Winterhäuser Senioren (von links: Leonhard König, Edith Zobel, Iris Schweizer, Monika Wenger, Roswitha Oehler, Ulla Walpuski und Holger Zobel). Foto: Stefan Retsch

Vor zehn Jahren haben sich die Mitglieder des Winterhäuser Gemeinderates Gedanken gemacht, wie man die Gemeinde zukunftsfähig machen könne. Bürger wurden zu einem Treffen ins Kloster Langheim eingeladen. Das war konstruktiv, es entstanden vier Arbeitskreise: Image, Altort, Energie und das Helfernetzwerk.

Anfang Januar 2009 fand dann eine Vorbesprechung für das Helfernetzwerk statt und nur zwei Monate später die erste Sitzung bei der Manfred Moras zum Sprecher ernannt wurde. Es sind nur kleine Hilfsangebote, aber gerade diese können das Leben von älteren Menschen entscheidend verändern und vereinfachen.

Anfangs war die Resonanz noch verhalten. Viele waren skeptisch und wollten nicht zugeben, dass sie Hilfe benötigen. Inzwischen werden die Dienste des Helfernetzwerkes jedoch gerne angenommen. Wichtig sind Fahrten zum Arzt, zur Apotheke, zum Einkauf oder zu Veranstaltungen. Auch werden die Senioren zu Besuchen im Seniorenheim oder privaten Freunden gefahren.

Das Helfernetzwerk arbeitet auch mit der Kirchengemeinde, der Seniorenbeauftragten und dem Behindertenbeauftragten zusammen. Und so kommen die Winterhäuser in den Genuss eines Filmnachmittags, aber auch eines Seniorenausfluges. Die Spielenachmittage im Seniorenkreis werden viel besucht. Gerne werden auch die Fahrdienste zu den Kinonachmittagen, der Walkinggruppe, der Boule-Gruppe und dem Spieletreff im Café Kümmel wahrgenommen.

Es stehen aber auch Beratungen auf dem Programm, sei es bei den Senioren oder bei den Schwerbehinderten. Dort werden auch Fahrdienste organisiert und sie werden bei den Anträgen, die häufig schwierig auszufüllen sind, unterstützt.

Die Fahrdienste werden inzwischen gerne in Anspruch genommen. Damit wird den Senioren ein gesellschaftliches Leben ermöglicht, was sich positiv auf die Psyche auswirkt. Die Winterhäuser sind stolz auf die engagierten Mitglieder ihres Helfernetzwerkes. Es funktioniert so gut, dass sich inzwischen auch andere Gemeinden erkundigen, wie so etwas aufgebaut werden kann, und wie es dann abläuft.

Aus diesem Grund hat Edith Zobel, Sprecherin des Helfernetzes, bereits Vorträge in anderen Gemeinden gehalten. Damit möchte sie Mut machen und zeigen, dass man die Senioren, die schlecht zu Fuß sind und nicht Autofahren können, durchaus am Leben teilhaben lassen kann.

So verhalten wie die Winterhäuser Senioren anfangs waren, so begeistert sind sie jetzt. Sie genießen die Unterstützung durch das Helfernetzwerk und freuen sich über die Bastelabende, die Weihnachtsfeier oder den Seniorenausflug. Die Mitglieder des Helferkreises, die ausschließlich ehrenamtlich tätig sind, arbeiten auch im Gesundheitskreis bei der Städtepartnerschaft mit Cannobio/Italien mit.

Da das Helfernetzwerk bereits seit zehn Jahren besteht und gut funktioniert, nahmen die Mitglieder das als Anlass zu einer Feierstunde mit geselligem Beisammensein im Bürgerhaus. Dort konnte man auch Fotos sehen, die die vielfältige Arbeit des Helfernetzes zeigen.

Die derzeitigen Mitarbeiter und Ansprechpartner sind: Elke und Otmar Jaroschek, Leo König, Roswitha Oehler, Iris Schweizer Manfred Urban (Behindertenbeauftragter), Ulla Walpuski, Monika Wenger (Seniorenbeauftragte), Holger Zobel, Edith Zobel (Sprecherin des Helfernetzes). Zehn weitere Personen arbeiten im Hintergrund und springen ein, wenn Mithilfe benötigt wird.

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