WÜRZBURG

So früh wie möglich Lust auf Naturwissenschaften machen

Interessiertes Fachpublikum: Stolz zeigen die Würzburger  Schülerlabore ihren Kollegen aus ganz Deutschland, was sie zu bieten  haben. Hier können die Schüler hautnah erfahren, wie die  Flächenversiegelung zu Erdrutschen führen kann.
Interessiertes Fachpublikum: Stolz zeigen die Würzburger Schülerlabore ihren Kollegen aus ganz Deutschland, was sie zu bieten haben. Hier können die Schüler hautnah erfahren, wie die Flächenversiegelung zu Erdrutschen führen kann. Foto: Andreas Mettenleiter

Dass Deutschland auf naturwissenschaftlichen Nachwuchs angewiesen ist, um zukunftsfähig zu bleiben, ist unbestritten. Doch verlassen sich Industrie und Universitäten inzwischen nicht mehr nur auf den Schulunterricht: Außerschulische Lernorte in Museen, Hochschulen und betrieblichen Ausbildungsstätten versuchen, so früh wie möglich das Interesse Jugendlicher an Naturwissenschaften und Technik zu wecken. Kein Wunder also, dass inzwischen deutsch-landweit rund 300 solcher „Schülerlabore‘“ entstanden sind, darunter allein sieben in Würzburg.

Dem Erfahrungsaustausch dieser bunten Lernort-Landschaft außerhalb des regulären Unterrichts dient das jährliche Treffen, das in diesem Jahr an der Würzburger Universität stattfindet. Zwei Tage lang diskutieren im Zentralen Hörsaalgebäude rund 180 Mitarbeiter von Schülerlaboren aus Deutschland, der Schweiz und Ungarn und pflegen ihre fachlichen Netzwerke, um Anregungen und Ideen mit nach Hause zu nehmen. Neben praktisch orientierten Workshops sowie einer Poster- und Firmenausstellung stehen Vorträge zu Themen auf dem Programm, die den Teilnehmern besonders auf den Nägeln brennen. So referiert der Baseler Didaktikprofessor Peter Labudde über fachübergreifenden naturwissenschaftlichen Unterricht.

Würzburg ist auf der Schülerlabor-Landkarte gleich mit sieben Punkten vertreten: Vom M!IND-Didaktikzentrum der Universität, Rudi?s Forschercamp und dem VirchowLab des Virchow-Zentrums und dem SKZ-Lab des Süddeutsches Kunststoffzentrums über das Energie-Labor des Zentrums für Angewandte Energieforschung (ZAE), den LehrLernGarten (LLG) des Botanischen Gartens und das Mitmachzentrum des Mineralogisches Museums bis hin zu den Angeboten der Initiative Junger Forscherinnen und Forscher (IJF).

An diesem Dienstag, 14. März, stehen Workshops zum Thema Erneuerbare Energien, Medikamentenrückstände im Wasser und der Rolle von Lehrern als Multiplikatoren auf dem Programm, die auch Lehrern offenstehen.

Der Würzburger Physikdidaktiker Thomas Trefzger wird über seine Erfahrungen mit Lehramtsstudenten in den Schülerlaboren berichten: Hier können die künftigen Lehrer mit einem Mentor, Videomitschnitten und direktem Feed-back in einer Kleingruppe testen, wie ihr Lehrstil bei den Schülern ankommt.

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