Würzburg

So verlief der Würzburger Firmenlauf bei der Hitze

Rund 3000 Menschen haben bei schweißtreibenden Temperaturen am Würzburger Firmenlauf teilgenommen. Foto: Patty Varasano

Die Hitze war das alles überfrachtende Thema bei der 14. Auflage des Firmenlaufes "WÜ2Run". Doch letztlich lief am späten Mittwochabend alles ruhig über die Bühne – und fast 3000 Starterinnen und Starter über den Zielstrich im Dallenbergbad. Veranstalter und Rettungsdienste machten ein Bündel an Vorkehrungen dafür verantwortlich, dass – anders als noch im letzten Jahr – kein Läufer kollabierte.

"Die Leute waren sehr sensibilisiert und sind im Zweifel nicht an den Start gegangen", sagte Günther Felbinger, der das Event mit Peter Maisenbacher wieder kurzweilig moderierte. Rund ein Drittel weniger Menschen als gemeldet sind tatsächlich gelaufen. Die Zeltstadt auf der Wiese, in der hinterher noch gefeiert werden sollte, war etwas kleiner als sonst. Einige Teilnehmer – überwiegend aus dem öffentlichen Dienst – berichteten, dass ihr Chef die Veranstaltung aufgrund der heißen Temperaturen offiziell abgeblasen hat – und somit den Start in ein komplett privates Vergnügen umwandelte.

Chips haben Zeit gemessen

Der Start wurde auf 20.45 Uhr verschoben und der Wettkampfcharakter herausgenommen. Veranstalter Alexander Fricke wurde nicht müde, vorher die präventiven Gesundheitshinweise übers Mikro zu wiederholen. Jeder, der auf die Strecke wollte, musste einem der Ordner einen Haftungsausschluss in die Hand drücken. Einen Startschuss gab es genauso wenig wie eine laufende Uhr oder eine Siegerwertung; nur die in die jeweiligen Startnummer integrierten Zeitmesschips verrichteten ihren Dienst.

"Die Einrichtung einer zusätzliche Trinkstelle auf der Strecke war genau richtig."
Läufer Mario Wunderlich

Gemächlich liefen die Teilnehmer los – darunter Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Landrat Eberhard Nuß. Bis der letzte der 3000 Läuferinnen und Läufer auf der Strecke war, vergingen über 20 Minuten. Sie konnten fast den Schnellsten die Klinke in die Hand geben. Jürgen Ziegler (Miwe) kam in rund 26 Minuten ins Ziel. Knapp dahinter reihte sich Christian Kunisch ein. Der zweifache Familienvater ist erst im Januar aus dem Schwäbischen nach Mainfranken gekommen. "Der Firmenlauf ist eine tolle Sache. Die Hitze macht mir nichts aus", hatte Kunisch schon vor dem Start gesagt. Der 34-Jährige ist aktiver Leichtathlet und startete genau wie 19 Kollegen für Gildemeister aus Lengfeld. Das Unternehmen heißt ab Montag nach einer Übernahme durch die Steag-Gruppe übrigens Sens, was bereits die Shirts zierte.

Trinkstellen wichtig und richtig

Auch der Lungenfacharzt und passionierte Läufer Dr. Hagen Mehls, der vorher noch Tipps gegeben hatte, kam als Sechster frühzeitig ins Ziel, wirkte wie viele andere allerdings ganz schön gezeichnet. "Es ging durch die Wärme nicht so schnell wie sonst", berichtete Delia Schmitt, die – ebenfalls nicht gewertet – als schnellste Frau ins Ziel kam. Mit ihren 29:20 Minuten war sie etwa 90 Sekunden langsamer als im vergangenen Jahr. "Jetzt springe ich erst einmal zur Abkühlung ins Becken", so die 24-jährige Medizinstudentin. Mario Wunderlich vom Team Edeka fand: "Die Einrichtung einer zusätzliche Trinkstelle auf der Strecke war genau richtig."

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Firmenlauf Teil 3

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Je mehr Läufer ins Dallenbergbad zurückkehrten, desto stärker dämmerte es. Nach dem Sonnenuntergang kühlten die Temperaturen auf deutlich unter 30 Grad ab, was allen Beteiligten sichtlich gut getan hat. Auch die Johanniter, die mit 70 Rettungskräften samt drei Notärzten im Einsatz waren, gaben am nächsten Morgen Entwarnung. "Insgesamt haben wir vor Ort elf Läufer medizinisch versorgt. Dabei handelte es sich um leichte Verletzungen oder Kreislaufprobleme, sodass kein Teilnehmer in ein Krankenhaus gebracht werden musste", erklärte Pressesprecher Christoph Fleschutz. Die Hitze, sie hatte trotz anderweitiger Befürchtungen keine Opfer gefordert.

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