Würzburg

So viel Geld verbaut Unterfranken in Straßen und Brücken

Die Baubranche boomt – das merken nicht nur Häuslebauer, sondern auch Pendler. An vielen Straßen und Brücken der Region wurde 2019 gebaut. Was kostet das eigentlich?
In der Zuständigkeit der Regierung von Unterfranken sind 2019 rund 141 Millionen Euro für Straßen und Brücken verbaut worden. Autobahnen gehören hier nicht dazu. Foto: Jan Woitas, dpa

Teures Pflaster: Rund 141 Millionen Euro sind im vergangenen Jahr in der Zuständigkeit der Regierung von Unterfranken für Straßen und Brücken verbaut worden. Die Gemeinden und Landkreise bekamen dabei 24,4 Millionen Euro für den Um- und Ausbau ihrer Straßennetze, die Bauämter in Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg konnten 116,8 Millionen Euro für staatliche Baumaßnahmen ausgeben. Das sei im Vergleich zum Vorjahr "eine ganz gute Steigerung", sagt Regierungssprecher Johannes Hardenacke.

Grundsätzlich gilt: beim Straßen- und Brückenbau unterscheidet sich die Zuständigkeit je nach Art der Straße. Während die Kommunen für Bauarbeiten an Orts- und Gemeindestraßen verantwortlich sind, fallen Arbeiten an Staats- und Bundesstraßen in den Bereich der staatlichen Bauämter, so Hardenacke. Ein Sonderfall sind Autobahnen, "die gehören in den Zuständigkeitsbereich der Autobahndirektionen".

Sperrung wegen Bauarbeiten: die Kreisstraße zwischen Oberelsbach und Oberwaldbehrungen (Lkr. Rhön-Grabfeld) im Herbst 2019.  Foto: Anja Behringer

Insgesamt hat die Regierung von Unterfranken im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben 101 Straßen- und Brückenbaumaßnahmen der Kommunen gefördert und dafür entsprechende Mittel ausgezahlt. Drei Viertel der Projekte seien bereits länger im Förderprogramm – etwa ein Viertel kam neu hinzu. "Die Bandbreite der Förderprojekte reicht vom Neu- und Ausbau von Kreis- und Ortsstraßen über Lückenschlüsse im Radwegenetz bis hin zu umfangreichen und verkehrsbedeutenden Hauptverkehrsstraßen", heißt es.

Die Ortsumgehung Karlstein bleibt mit 19,9 Millionen Euro das teuerste Bauprojekt

Zu den größten, im Jahr 2019 neu begonnenen Projekten gehört in der Region beispielsweise der Ausbau der Kreisstraße zwischen Oberelsbach und Oberwaldbehrungen (Lkr. Rhön-Grabfeld) für 4,2 Millionen Euro. Oder auch die Entschärfung eines Unfallschwerpunktes bei Iphofen (Lkr. Kitzingen): Die Kreuzung der Bundesstraße 8 mit der Bahnhofstraße wurde zu einem Kreisverkehr umgebaut.

Teuerstes Pflaster insgesamt bleibt der Neubau der Ortsumgehung Karlstein (Lkr. Aschaffenburg): Gut 19,9 Millionen Euro kostet das Projekt im Landkreis Aschaffenburg, das bereits seit einigen Jahren läuft. Und das ein Sonderfall ist: Obwohl es um eine Staatsstraße geht, hat die Gemeinde die Planung und den Bau übernommen. "Hier baut die Kommune mit staatlicher Förderung für den Staat", sagt Hardenacke.

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