Sonderhofen

Sonderhöfer Mariensäule wieder in alter Schönheit

Über die restaurierte Sonderhöfer Mariensäule freuen sich (von links) Bürgermeister Heribert Neckermann und Jakob Weid. Foto: Hannelore Grimm

Die denkmalgeschützte markante Mariensäule die in der Ortsmitte steht nach umfassender Restaurierung wieder wie neu. Laut Bürgermeister Heribert Neckermann betragen die Kosten für die Erneuerung der Muttergottes-Figur und des Sockels 11 650 Euro. Neben dem Zuschuss vom Bezirk Unterfranken von 2330 Euro sind voraussichtlich vom Amt für Denkmalpflege 2500 Euro zu erwarten. Den Restbetrag übernehmen, so das Ortsoberhaupt, Jakob und Stefan Weid.

Nach der Instandsetzung der Statue folgt in Kürze die Sanierung des Zaunes. An den Kosten von rund 6000 Euro beteiligen sich der Bezirk Unterfranken mit einem Zuschuss von 1215 Euro und das Amt für Denkmalpflege mit 2500 Euro. Die Gemeinde trägt mit 2360 Euro zu der Erneuerung bei.

Wie es in der Sonderhöfer Ortschronik heißt, ließen im Jahre 1867 die kinderlosen und vermögenden Bauersleute Martin Dürr und seine Frau Anna, geborene Gessner, ihrem Wohnhaus gegenüber auf dem Platz vor der Kirche auf ihre Kosten eine Muttergottesstatue mit Jesuskind errichten. Die etwa sechs Schuh, nach heutigem Maß zirka 1,75 Meter hohe Figur, wurde aus Zinkguß gegossen, in gelblicher Farbe gestrichen und mit Goldrändern eingefasst. Die Statue, die von München aus der Mayerschen Kunstanstalt für kirchliche Gegenstände kam, ist innen hohl.

Die 250 Pfund schwere Figur kostete den Stiftern 380 fl. (Gulden) Hinzu kamen 12 fl für die Verpackung, 60 fl für das Postament, das der Steinhauer Schömich aus Gnodstadt gefertigt hat. Für 60 fl schuf der hiesige Schmid Busch das Eisengitter. Zusammen mit einigen Nebenausgaben kostete die Anlage, in der die Stifter ein Gärtchen anlegten und dahinter einen Kastanienbaum pflanzten, 530 fl. Das sind nach heutiger Berechnung zirka 7000 Euro, die das Ehepaar Dürr damals aufgebracht hat.

Bereits vor der Dorferneuerung, bei der die Statue um einige Meter versetzt wurde, kümmerte sich Lona Weid jahrzehntelang um die Pflege der Anlage, die ihre Vorfahren vor 152 Jahren errichtet haben.

Dass nicht nur die Pflege und der Blumenschmuck um die Mariensäule herum ein Herzensanliegen für die Familie Weid ist, zeigt sich daran, dass sie bereits 1980 die Figur auf ihre Kosten restaurieren ließen.

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