ALTERTHEIM

Sorge um Nitrat im Trinkwasser

Stolz zeigte sich Bürgermeister Adolf Hemrich bei der Bürgerversammlung auf alle seine Bürger. Der Gewinn der „Bürgermeisterschaften 2016“ als „coolste Gemeinde“ und das Konzert der Band SDP habe zeigt, dass der ganze Ort zusammenhalte, wenn es drauf ankommt: „Wir halten zusammen, das ist unser Plus“.

Ansonsten hatte er fast nur positive Zahlen zu berichten, die die Bürger in der vollen Mehrzweckhalle in Unteraltertheim gerne zur Kenntnis nahmen. Die Gesamteinnahmen der Gemeinde hätte sich um 74 000 Euro gegenüber dem Vorjahr auf rund 1,9 Millionen Euro erhöht, ebenso seien der Anteil an der Einkommenssteuer und die Schlüsselzuweisungen gestiegen. Gleichzeitig konnten die Schulden um 71 000 Euro verringert werden auf 1,45 Millionen Euro, was aber immer noch einem Schuldenstand von 742 Euro pro Einwohner entspricht. Der Durchschnitt in Bayern liegt bei 679 Euro). „Wir haben einige Darlehen aufgenommen und damit unsere Rücklage um 602 000 Euro auf 1,16 Millionen Euro erhöht“, so der Bürgermeister. „Das ist eine gute Grundlage für zukünftige Haushalte“.

Große Projekte stehen ins Haus. So wird derzeit der Hochbehälter in Unteraltertheim saniert, der in Oberaltertheim folgt im nächsten Jahr. Auch die Nitratbelastung des Trinkwassers ist eine Sorge. Sie liegt derzeit konstant zwischen 40-45 mol/Kubikmeter, das aber stabil. Die Gemeinde bietet den Landwirten nach wie vor Förderungen bei Flächenstilllegungen an. Darüber hinaus sei der Brunnen in Oberaltertheim verkeimt und das Trinkwasser muss aufbereitet werden.

Auch die Kläranlage ist in die Jahre gekommen und soll erneuert werden. Auf die Frage, ob man dafür den Standort wechseln müsse, antwortete der Rathauschef mit einem klaren „nein, der vorhandene Platz ist ausreichend“. Die Beiträge der Bürger für Wasser und Abwasser waren lange Zeit stabil gewesen, so Hemrich, nun habe der Gemeinderat eine Erhöhung der Abwassergebühr beschlossen. „Aber musste die gleich so hoch sein, 83 Prozent sind schon gewaltig“, wollte ein Bürger wissen. Und ob diese Erhöhung auch bei der Wassergebühr geplant sei.

Hemrich betonte nochmals, dass die Gemeinde investieren müsse. „Derzeit schießt die Gemeinde für jeden verkauften Kubikmeter Wasser und Abwasser einen Euro zu. Das kann es nicht sein“. Es sei nicht gerecht, die Allgemeinheit für die Kosten Einzelner aufkommen zu lassen.

Ein weiteres Thema war der Breitbandausbau in der Gemeinde. Ein Bürger wollte wissen, ob auch die Aussiedlerhöfe in den Genuss von schnellem Internet kommen. Darauf erwiderte der Bürgermeister, dass man einen kabelgebundenen Ausbau nur in den Ortschaften wirtschaftlich durchführen könne, man aber prüfe, ob eine kabellose Anbindung möglich ist und zu welchen Kosten.

Bei der Renovierung der Mehrzweckhalle sei man ein gutes Stück weiter gekommen. Die neue Heizung und die Fenster sowie das neue Dach zeigen Wirkung. „Das ist das erste Mal, dass wir hier sitzen und nicht frieren müssen“. Jetzt fehle noch der Innenausbau und dazu sucht die Gemeinde freiwillige Helfer. Die gab es beim Konzert von SDP im Juli diesen Jahres genügend, so dass das Konzert auch wirtschaftlich ein voller Erfolg war. Die 34 000 Euro Gewinn sollen zur Renovierung der Mehrzweckhalle verwendet werden. Zusammen mit der großen Spendensumme von 11 000 Euro durch verschiedene Aktionen kann die Gemeinde jetzt entspannter an die Renovierung gehen. Hemrich dankte den vielen ehrenamtlichen Helfern in der Gemeinde, schließlich wäre ohne sie vieles nicht durchführbar, was eine Gemeinde lebenswert macht.

Schlagworte

  • Altertheim
  • Matthias Ernst
  • Kläranlagen
  • Trinkwasser
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0

Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!