Kürnach

Sportplatz soll in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden

Der Rasen ist aktuell nicht benutzbar: Um künftig witterungsunabhängiger trainieren zu können, informierte Vorstandsvorsitzender Stefan Reichwein (Zweiter von rechts) Bürgermeister Thomas Eberth (links) und den Gemeinderat über die geplante Umgestaltung des Sportplatzes, bei der auch die Flutlichter durch energiesparende LED-Scheinwerfer ersetzt werden sollen.
Der Rasen ist aktuell nicht benutzbar: Um künftig witterungsunabhängiger trainieren zu können, informierte Vorstandsvorsitzender Stefan Reichwein (Zweiter von rechts) Bürgermeister Thomas Eberth (links) und den Gemeinderat über die geplante Umgestaltung des Sportplatzes, bei der auch die Flutlichter durch energiesparende LED-Scheinwerfer ersetzt werden sollen. Foto: Aurelian Völker

An einem ungewöhnlichen Ort fand die vergangene Gemeinderatssitzung statt. Trotz nasskalter Nachwirkungen von Sturm Sabine trafen sich die Gemeinderäte und der Vorstand des SV Kürnach auf dessen Sportplatz, um die geplanten Veränderungen zu besichtigen. Denn der Sportverein möchte den oberen seiner beiden Plätze in ein Kunstrasenfeld umwandeln. Hintergrund: Wenn die Sportplätze im Winter nicht benutzt werden können, ist die bestehende Halle zu klein.

Zunächst wurde 2018 ein Hallenneubau diskutiert. Dieser würde zwar Entlastung schaffen, "aber nicht so sehr wie gewünscht", erklärt Vorstandsvorsitzender Stefan Reichwein. Deshalb haben die Verantwortlichen das Alternativkonzept erarbeitet. Neben dem Kunstrasenplatz gehört auch die Nutzung der leerstehenden Tennishalle für die Fußball-, Volleyball- und Gymnastikabteilung dazu. Der Kunstrasenplatz soll möglichst nach ökologischen Kriterien gebaut werden. Auch das bestehende Flutlicht möchte der Verein im Zuge der Umgestaltung durch energiesparende LED-Scheinwerfer ersetzen.

"Mir blutet das Herz, wenn ich abends an Estenfeld vorbei fahre, und dort trainiert wird." Estenfeld hat bereits einen Kunstrasenplatz, auf dem witterungsunabhängiger gespielt werden kann. "Unser Platz ist aktuell nicht bespielbar, auf einem Kunstrasenplatz aber hätte an einem Tag wie diesem trainiert werden können", so Reichwein. Die Platzsituation hat in der Vergangenheit bereits für einige Spielabsagen gesorgt.

Von dem Alternativkonzept verspricht sich der Verein, die Mehrzweckhalle zu entlasten, indem die Sparte Fußball weitestgehend aus der Halle herausgenommen wird. Dadurch können die bestehenden Hallensportarten gestärkt und eventuell neue Hallensportarten, etwa Kampfsport, angeboten werden. Und der Verein möchte einen teuren Hallenneubau vermeiden. Die Kosten dafür würden sich auf circa drei Millionen Euro belaufen.

Für den Kunstrasenplatz rechnet der SV dagegen mit Kosten von rund 700 000 Euro, sagte der Vorsitzende für Finanzen, Stefan Kupka. 30 Prozent würde der Sportverein zahlen beziehungsweise  über einen Kredit finanzieren. Mit bis zu 35 Prozent, das entspricht 245 000 Euro, bezuschusst der Bayerische Landes-Sportverband den Umbau. In dieser Höhe soll auch der Gemeinderat das Vorhaben bezuschussen.

Warten auf Mitgliederbeschluss

Bürgermeister Thomas Eberth (CSU) bedankte sich für die vielen ehrenamtlichen Stunden, die der Verein nicht nur in dieses Vorhaben investiert hat. Der Verein zeige, dass er zukunftsgerichtet denkt. Die Gemeinde habe zuletzt viel Geld investiert, um die Bewegung zu fördern. Dies sei in der heutigen Zeit wichtiger denn je, ergänzt Eberth. Alexander Schraml (SPD) begrüßte es, dass der Verein eine Alternative zum Hallenneubau gefunden habe. Auch Manfred Dülk (UWG-FW) bezeichnete den eingeschlagenen Weg als den richtigen.

Johannes Sieß (CSU) sagte, es sei zwar ein "hoher Batzen", der Gemeinderat sollte dennoch das Signal geben, den Zuschuss zu gewähren, wenn die richtigen Voraussetzungen gegeben sind. Dies beschloss das Gremium einstimmig. Zu den Voraussetzungen gehört etwa ein Mitgliedsbeschluss, über den die Mitglieder in einer außerordentlichen Sitzung des Vereins abstimmen dürfen. Reichwein bedankte sich mit den Worten: "Wir werden sie nicht enttäuschen!"

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