Würzburg

Staatssekretärin unterstützt die Bürgerinitiative B 19

Michael Wild (links) und Klaus Stuntz (rechts) von der Bürgerinitiative B 19 trafen sich mit Staatssekretärin Anna Stolz, um die Gemeinden an der B 19 vom Verkehr zu entlasten. Foto: Michael Wild

Mitte April haben sich Klaus Stuntz und Michael Wild von der BI-B19 mit Kultusstaatssekretärin Anna Stolz (Freie Wähler) getroffen, um über die Verkehrsproblematik auf der B19 im nördlichen Landkreis von Würzburg zu sprechen. Anna Stolz hat bereits in ihrer Amtszeit als Bürgermeisterin von Arnstein grundlegende Verkehrsverbesserungen bewirken können. So konnte zum Beispiel in der Innenstadt von Arnstein nach Jahrzehnten ein Verbot für Schwerfahrzeuge über zwölf Tonnen mit der Zusatzbeschilderung „Lieferverkehr frei“ durchgesetzt werden. Die Bevölkerung wurde hierdurch spürbar entlastet.

Die B 19 als legale und illegale Durchfahrt

Auf eine entsprechende Anfrage der Freien Wähler im Landtag hat der Freistaat Bayern für den Streckenabschnitt der Bundesstraße zwischen Unterpleichfeld und Werneck für die kommenden Jahre eine massive Erhöhung des Schwerverkehrsanteils prognostiziert. Deshalb fordert die BI-B19 auch für die Ortschaften Unterpleichfeld, Bergtheim, Opferbaum und Eßleben ein Verbot für Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen mit der Zusatzbeschilderung „Lieferverkehr frei“, um die werktäglich mehr als 1000 Schwerverkehrsfahrzeuge, die zu einem Großteil die Ortschaften zur reinen Durchfahrt nutzen, auf die parallel zur Verfügung stehende A7 zu führen. Um Fahrstrecke und Zeit einzusparen, wird die B19 täglich zur legalen und illegalen Durchfahrt genutzt. Das aktuelle Verbot von Durchgangsverkehr für Kraftfahrzeuge über zwölf Tonnen lässt durch Ausnahmeregelungen bedingt (75KM-Grenze), täglich einen Anteil des gesamten Schwerverkehrs über zwölf Tonnen, die Strecke regulär zur reinen Durchfahrt befahren. Hinzu kommt eine schwer zu definierende Anzahl an illegalen Durchfahrten.

Ortschaften leiden unter den Blechlawinen

Für die BI-19 steht außer Frage, dass eine langfristige und nachhaltige Entlastung der Bevölkerung, nur durch Ortsumgehungen erreicht werden kann. Die Zerschneidung der Ortschaften durch die Blechlawinen, der dadurch entstehende Leerstand der Ortskerne und alle weiteren damit verbundenen Probleme, können keine Gemeinde zufriedenstellen. Randersacker, Biebelried und zahlreiche andere Beispiele haben gezeigt, dass Umgehungsstraßen die Sicherheit der Bevölkerung erhöhen, Lärm und Luftschadstoffe weitestgehend aus den Dörfern verbannen und zu einer Reaktivierung der dörflichen Kernstruktur beitragen. Anna Stolz hält die Verkehrsbelastung in den Ortschaften entlang der B19 für unzumutbar und will sich für eine Entlastung einsetzen. Als ersten Schritt hat sie deshalb einen runden Tisch mit den kommunalen Vertretern sowie allen örtlich zuständigen Landtagsabgeordneten angeregt. Diese Gespräche werden von der Bürgerinitiative sehr begrüßt und die Realisierung in absehbarer Zeit geplant.

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