Würzburg

Stadt Würzburg: Froh über bayernweite Lösung zu Kitagebühren

Aufatmen bei Eltern von Kitakindern und auch bei der Würzburger Stadtverwaltung: Endlich ist eine Regelung für die Kitagebühren während der Corona-Krise da – bayernweit.
Kindergärten haben seit einigen Wochen geschlossen, nun gibt es bezüglich der zu zahlenden Gebühren eine einheitliche bayerische Lösung (Symbolfoto).
Kindergärten haben seit einigen Wochen geschlossen, nun gibt es bezüglich der zu zahlenden Gebühren eine einheitliche bayerische Lösung (Symbolfoto). Foto: Monika Skolimowska

Die Diskussion, ob in Coronazeiten Kitagebühren für nicht genutzte Betreuung fällig sein sollten oder nicht, hatte Ende vergangener Woche in Würzburg Fahrt aufgenommen. Denn der Stadtrat hatte einen fraktionsübergreifenden Antrag von Die Linke, FDP und Bürgerforum – bezogen auf die städtischen Kindergärten – abgelehnt. Die Parteien hatten die Haltung der Würzburger Stadtverwaltung kritisiert und gefordert, die Kita-Beiträge anteilig zurückzuzahlen und die Gelder für den Folgemonat gar nicht erst einzuziehen. 

Nun hat sich das Problem für die nachfolgenden Wochen sozusagen erledigt, denn eine bayernweite Lösung, auf die auch die Stadt Würzburg gehofft hatte, ist da: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat in einer Regierungserklärung mitgeteilt, dass Eltern im Freistaat für die kommenden drei Monate keine Kindergarten- oder Kitagebühren bezahlen müssten, solange die Einrichtungen wegen der Coronakrise geschlossen sind. 

Gleichklang mit allen Kita-Trägern 

Er richtet für Bayern einen weiteren Rettungstopf ein, der mit insgesamt 500 Millionen Euro gefüllt wird. Aus dem Topf soll neben den Kitagebühren auch weitere Unterstützung, zum Beispiel für Rehakliniken oder Künstler, finanziert werden. 

Würzburgs Sozialreferentin Hülya Düber lobte die "außerordentliche Leistung" von Kitas und Tagesmüttern. "Unser Ziel war und ist es, das Betreuungsangebot auch nach der Krise aufrechtzuerhalten. Um dies zu erreichen hatte es für uns in den letzten Wochen – gemeinsam mit dem Bayerischen Städtetag – oberste Priorität eine einheitliche, bayernweite Lösung für alle Kitas, sowohl in kommunaler, als auch in freier Trägerschaft zu erwirken", so Düber, die sich vergangene Woche im Stadtrat wie berichtet gegen eine städtische Lösung ausgesprochen hatte.

Sie freue sich sehr über die Entscheidung der bayerischen Staatsregierung, für die kommenden drei Monate die Elternbeiträge zu übernehmen, so Düber. "Die heutige Entscheidung bestätigt unsere Strategie, einen Gleichklang mit allen Trägern herbeizuführen.“

Patrick Friedl: Froh über Einlenken des Freistaats

Grünen-MdL und Würzburger Stadtrat Patrick Friedl schreibt in einem offenen Brief, dass er erfreut zur Kenntnis genommen habe, dass der Freistaat "auf seine und die Aktivitäten vieler anderer in Bayern nun reagiert und die Staatsregierung nun eingelenkt hat". Friedl erhofft nun eine zeitnahe kommunalfreundliche Umsetzung dieser Ankündigung. Es sei nicht nachvollziehbar gewesen, warum Eltern in manchen Kommunen Kita-Beiträge bezahlen müssen und in anderen nicht, sagte auch seine Grünen-Landtagskollegin Kerstin Celina aus Kürnach.  

Wenn Details zur Umsetzung aus dem Ministerium vorliegen, würden die Eltern umgehend informiert, hieß es aus dem Sozialreferat.



Rückblick

  1. Corona: Landkreis Haßberge schließt Teststrecke für Hausärzte
  2. Sand am Main:Sommerkino statt Altmain-Weinfest
  3. Bad Kissingen: Zahl der Corona-Fälle leicht nach unten korrigiert
  4. Vorsicht mit dem "Webinar": Warum es teuer werden kann
  5. Marktheidenfeld: Ungewöhnliches Konzept als Laurenzi-Ersatz
  6. Ochsenfurt: Ab Samstag wieder Tagestickets im Maininselbad
  7. Nordheim: Die Reisebusse rollen nach der Corona-Pause wieder
  8. Kirchlauter: Warum eine Sängerin nicht mehr singen darf
  9. Corona im Haßbergkreis: Zwei neue Infizierte
  10. Keine Lockerung: Kneipen, Bars und Clubs in Bayern bleiben zu
  11. Corona macht's möglich: Gesundheitsamt bekommt mehr Personal
  12. Urlaub während Corona: Warum sich keiner traut
  13. Zwei neue Coronafälle in Rhön-Grabfeld
  14. Schweinfurt: Was die Tanzschule Pelzer von Corona lernte
  15. Demo in Karlstadt: Aufhebung der Maskenpflicht gefordert
  16. Corona: Warum der Krisenstab zwei Schritte voraus sein muss
  17. Mittelschule Frammersbach: Weitere Schüler werden auf Corona getestet
  18. Corona: Experten-Disput an Würzburger Uniklinik
  19. Warum das Iphöfer Hallenbad geschlossen bleibt
  20. „Grundrechte-Friedensversammlung“ in den Wehranlagen
  21. Augsfeld: Was der Lebenshilfe in der Krise fehlt
  22. Finanzkrise durch Corona: Musikschule pfeift auf dem letzten Loch
  23. Widerstand 2020, Demonstranten, Verschwörungserzähler: Die Corona-Gegner in MSP
  24. Coronakrise und Schweinfurter Tafel: Konzept funktioniert
  25. Kommentar zu Corona-Gegnern: Wem kann man noch vertrauen?
  26. Nach den Corona-Schließungen: Wer muss Kita-Gebühren zahlen?
  27. Nach wochenlanger Pause: Neuer Corona-Fall im Landkreis Kitzingen
  28. Vereine und der Corona-Lockdown: "Die Leute sind heiß, wieder Sport zu machen"
  29. Corona: 411 Verstöße wurden bisher im Landkreis Kitzingen geahndet
  30. Corona in MSP: Ganze Schulklasse in Quarantäne geschickt
  31. Der Kreis Haßberge ist coronafrei
  32. Kritik an Politik: Kinder sind in Pandemie zu wenig beachtet worden
  33. Bad Neustadt: Steuerausfälle in Millionenhöhe erwartet
  34. Rhön-Grabfeld: Spontan und innovativ im Kampf gegen Covid 19
  35. Erste OBA-Gruppenreise nach der Krise sorgt für zufriedene Gesichter
  36. "#abgehängt": Was steckt hinter den Plakaten in der Stadt?
  37. Berührungslos die Hände desinfizieren
  38. Schweinfurter Haus: Im Idyll zieht wieder Leben ein
  39. Wo es im Landkreis die meisten Coronafälle gibt
  40. Kulturschaffende kritisieren Bayerns Corona-Hilfen
  41. Corona-Tests für alle: Was Sie jetzt dazu wissen müssen
  42. Heiraten in Würzburg: Gebührenfrei in den Wenzelsaal?
  43. Kommentar: Es fehlt ein Konzept für den digitalen Unterricht
  44. Schule zu Hause: Wie geht guter digitaler Unterricht?
  45. Niederwerrner Schausteller klagt gegen Freistaat
  46. Kommentar: Viel mehr Menschen sollten die Corona-App nutzen
  47. Karte: Wo es im Landkreis Schweinfurt wie viele Corona-Fälle gab
  48. Coronakrise und die Kultur: SPD erzwingt in Schweinfurt Sitzung
  49. Wie gut ist Würzburg auf eine zweite Corona-Welle vorbereitet?
  50. Ochsenfurt: Mehr Besucher dürfen ins Freibad

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Würzburg
  • Katja Glatzer
  • Bayerische Ministerpräsidenten
  • CSU
  • Coronavirus
  • Die Linke
  • Diskussionen
  • FDP
  • Hülya Düber
  • Kerstin Celina
  • Kindertagesstätten
  • Kommunalverwaltungen
  • Markus Söder
  • Patrick Friedl
  • Stadt Würzburg
  • Stadträte und Gemeinderäte
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
3 3
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!