WÜRZBURG

Stadt der Liebenden

Das Frühjahr gilt als klassische Jahreszeit zum Heiraten. Die meisten Paare in Bayern geben sich laut Statistik genau dann das Ja-Wort. Das BR-Magazin laVita des Bayerischen Fernsehens hat deswegen Würzburg kurzerhand zur Stadt der Liebe erklärt und geprüft, ob dort der Heiratswut auf den Zahn gefühlt.
Streifzug durch die Stadt der Heiratswilligen: LaVita-Moderator Tobias Ranzinger (links) befragt das künftige Hochzeitsp... Foto: Steffen Standke

Gesendet wird das Ergebnis am Donnerstag, 10. Juni, um 19 Uhr (Wiederholung wird am Freitag, 11. Juni, um 11.45 Uhr).

Drei Leute sitzen an einer Werkbank im Nebenraum eines Geschäftes in der Würzburger Semmelstraße.

Zwei – ein Mann und eine Frau – machen sich mit Feile und anderen Werkzeugen an kleinen Metallstücken zu schaffen.

Die dritte Person – ein Mann – spielt den Beobachter. Offensichtlich ist er Moderator und verwickelt die beiden Hobby-Handwerker in ein Gespräch.

Eingefangen wird die Szene von zwei Kameras, weitere Mitglieder eines Drehteams halten sich im Hintergrund.

Was hat das Ganze mit Heiraten zu tun? Eine ganze Menge, denn der Mann und die Frau – Karl Vornberger und Tanja Schönig aus Randersacker – haben sich entschieden, ihre Eheringe selbst zu schmieden. Sie tun das in der Schmuckschmiede von Mareile Hintze.

Dass der Bayerische Rundfunk mit einem Fernsehteam dabei ist, war nicht von vornherein klar: „Ich bin öfter an den Geschäft vorbeigegangen und habe irgendwann gedacht, man könnte seine Eheringe doch selber machen“, sagt Schönig. Der BR nutzte das, um seinen Redakteur Tobias Ranzinger vorbei zu schicken.

„Wir wollten für unsere Sendung zum Thema Heiraten nachzuschauen, wie und wo man denn schön heiraten kann, was das Geheimnis einer anhaltenden Liebe ist – und ob man heute überhaupt noch heiraten soll“, sagt laVita-Mitarbeiterin Carolin Bergmann.
 
Dazu habe man sich Würzburg erwählt, die Hauptstadt der „fränkischen Toskana“.

Allein 60 Kirchen gibt es in der Stadt, darunter das Käppele als perfekten Ort zum Heiraten. Deswegen hat das Fernsehteam beim dortigen Bruder Markus nachgefragt, ob er im Heiratsstress ist und warum die Leute überhaupt heiraten.

Zuvor war man in der Holzmühle von Roswitha Förster in Holzkirchen. An diesem idyllischen Ort kann man inzwischen nicht nur feiern, sondern sich auch das Ja-Wort geben. Ein Raum wurde kürzlich zum Standesamt umgewidmet.

In der Schmuckschmiede in der Würzburger Semmelstraße löchert Moderator Tobias Ranzinger derweil das künftige Randersackerer Ehepaar mit Fragen: Woher und wie lange kennt ihr euch? Warum heiratet ihr überhaupt und warum standesamtlich und kirchlich? Warum sind eure beiden Eheringe verschieden?

Er tut das nicht nur einmal. Das Interview wird mehrmals durchexerziert. Die Fragen sind die gleichen, die Kameraeinstellungen variieren. Nach den Dreharbeiten werden die am besten gelungenen Stellen für den laVita-Beitrag verwendet.

„Am Anfang waren wir sehr aufgeregt, aber mit zunehmender Gesprächsdauer ging es dann“, sagt Tanja Schönig. Sicher auch ein Verdienst von Moderator Ranzinger, der viel Ruhe und Interesse für die künftigen Eheleute ausstrahlt.

So wirken die Interviews trotz der vielen Versuche locker, das Lachen nicht aufgesetzt. Das Ganze wirkt wie gemütlicher Kaffeeklatsch, nicht wie harte Arbeit an einer Werkbank.

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