WÜRZBURG

Stadt kündigt neue Unterkünfte für Flüchtlinge an

Die Arbeiterwohlfahrt Würzburg stellt der Stadt das leer stehende Pflegeheim in der Jägerstraße (Marie-Juchacz-Haus) für ein halbes Jahr zur Verfügung.THERESA MÜLLER Foto: Foto:

Wie lange müssen oder können die etwa 200 Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan in der Lengfelder Kürnachtalhalle bleiben, die dort seit Anfang September ein Dach über dem Kopf gefunden haben? Kann die Stadt Würzburg ihre Zusage einhalten, die Halle maximal nur sechs bis acht Wochen zu belegen? Im Prinzip, ja.

Denn neben dem ehemaligen und inzwischen leer stehenden Kreiswehrersatzamt an der Mergentheimer Straße in Heidingsfeld, wo ab Anfang Oktober 60 Personen untergebracht werden sollen, wurde jetzt eine zweite Immobilie gefunden.

Leerstehendes Pflegeheim

Die Arbeiterwohlfahrt stellt der Stadt das leer stehende Pflegeheim in der Jägerstraße, das Marie-Juchacz-Haus, für ein halbes Jahr zur Verfügung. Hier ist Platz für 150 Personen und das Gebäude kann kurzfristig für die Bedürfnisse der Flüchtlinge hergerichtet werden.

Damit wäre vorübergehend Wohnraum für alle Flüchtlinge in der Halle vorhanden. Allerdings nur, wenn nicht kurzfristig weitere Flüchtlinge in Würzburg ankommen. Das könnte alle Pläne wieder zunichte machen. Auch wenn die Stadt Würzburg inzwischen in vielen Stadtteilen Immobilen gefunden hat (in einigen Fällen für kleine Gruppen von drei bis sechs Personen), sucht sie weiter Räume.

Fündig geworden ist das Sozialreferat in der Friedenstraße 25, wo ab Mitte Oktober 34 Personen in einer Einrichtung des Diakonischen Werkes Würzburgs untergebracht werden. Da diese inzwischen in einen Neubau umgezogen ist, steht das Gebäude für die vorübergehende Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung.

Mozartschule wird geprüft

Weiter prüft die Stadt, ob Flüchtlinge auch in der Mozartschule untergebracht werden können. Wie der Stadtrat am Donnerstagabend beschlossen hat, soll die Verwaltung untersuchen, wie viele Menschen dort unterkommen könnten und wie teuer die nötigen Investitionen wären. Der Erhalt der denkmalgeschützten Schule wurde im Juli in einem Bürgerentscheid beschlossen.

Termin für Bürger:
Am Montag, 5. Oktober, laden Stadt und Diakonisches Werk um 19.30 Uhr zu einer Info-Veranstaltung in das Albert-Schweitzer-Haus am Friedrich-Ebert-Ring 27 d ein. In Heidingsfeld ist eine Veranstaltung am Mittwoch, 30. September, um 19.30 Uhr im Radlersaal.

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