Aub

Stadtrat stimmt für Planung des Baugebietes Heerstraße II

Ausführlich befasste sich der Auber Stadtrat in seiner Februarsitzung mit dem Bebauungsplan für das geplante Siedlungsgebiet Heerstraße II in Aub. Ingenieur Jürgen Bauer vom Planungsbüro Plan 2O stellte dem Stadtrat den Planentwurf seines Büros für die frühzeitige Behördenbeteiligung und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit vor.

Demnach sollen dort im beschleunigten Verfahren 14 neue Bauplätze entstehen. Das geplante Baugebiet schließt sich nördlich an das bestehende Wohngebiet Heerstraße I an. Über den Zuschnitt der einzelnen Bauplätze hatte der Stadtrat bereits vor einem Jahr beraten.

Die Pläne sollen demnächst ausgelegt und den Fachbehörden und Trägern öffentlicher Belange vorgelegt werden. Wie Bauer berichtete, wurde bereits ein Erschütterungsgutachten, ein Immissionsschutzgutachten eingeholt, es wurden auch schon Baugrunduntersuchungen durchgeführt. Hinsichtlich des Artenschutzes wurde eine erste Begehung durchgeführt. Hierzu liege zwar noch kein schriftlicher Bericht vor, nach seinen Kenntnissen wurden aber keine gefährdeten Arten wie das Vorkommen des Feldhamsters gefunden. Allerdings ist im Abstand von einigen Monaten eine zweite Begehung erforderlich.

Stadträte wollen keine Lärmschutzmauer

Nach den Planungen seines Büros wird zur Staatsstraße in Richtung Oellingen hin ein Streifen von fünf Metern für den Lärmschutz vorbehalten. Dort soll ein Lärmschutzwall mit einer kleinen Mauer errichtet werden. Verschiedene Ratsmitglieder wollten sich mit einer Mauer allerdings nicht abfinden.

Eine Mauer entlang der Straße lehnten sie ab. Stattdessen kam aus dem Gremium der Vorschlag, das Ortschild an der Oellinger Straße stadtauswärts bis vor die Einmündung zur Siedlung zu versetzen. Würde der Verkehr dort auf fünfzig Stundekilometer begrenzt, wäre der Lärmschutz nicht erforderlich.

Das Straßenbauamt sei nicht bereit, das Ortsschild zu versetzen, erläuterte Bürgermeister Robert Melber. Trotz Hinweis auf künftig beidseitige Bebauung und dem Hinweis, in anderen Gemeinden sei dies auch möglich, lehne die Straßenbehörde das Versetzen des Ortsschildes konsequent ab. Da komme man mit der Behörde nicht weiter, so Melber.

Ortsschild wird nicht versetzt

Auf seine Anmerkung dem zuständigen Sachbearbeiter gegenüber, es sei widersinnig, dort einen Lärmschutz zu errichten und wenn die ersten Häuser dort stehen, könne das Ortsschild doch versetzt werden, womit der Lärmschutz nicht mehr notwendig sei, habe er nur die Antwort bekommen: "Sie haben keine Ahnung."

Das neue Baugebiet selbst solle mit einer durchgehenden Straße erschlossen werden. Es soll ein Aufenthaltsbereich, ein kleiner Platz, geschaffen werden, der gesondert gestaltet werden kann. Bei der Gestaltung der Gebäude und deren Stand auf dem Grundstück sollen die Bauwerber den größtmöglichen Freiraum erhalten. Es werden lediglich Baugrenzen festgelegt und die gesetzlichen Abstandsflächen müssen eingehalten werden.

Möglich soll eine Bebauung mit bis zu zwei Geschossen und Firsthöhen bis zehn Metern sein. Es sollen freistehende Wohnhäuser errichtet werden, auch Doppelhäuser sind im Rahmen der Vorgaben möglich. Der Stauraum vor den Garagen soll mindestens fünf Meter betragen.

Planungen zu Zisternen werden verschoben

Weiter ist vorgesehen, dass die Eigentümer Zisternen für das anfallende Oberflächenwasser errichten. Diese sollen auch dem Regenrückhalt dienen, so könne ein Trennsystem fürs Ableiten des Oberflächenwassers vermieden werden.

Auch zu diesem Thema gab es größeren Gesprächsbedarf im Gremium. Ratsmitglied Theo Theuerkaufer schlug vor, die Stadt selbst solle die Zisternen errichten, dann wisse man auch, dass die Vorgaben eingehalten werden. Andere Ratsmitglieder wollten den künftigen Häuslebauern möglichst viel Freiraum lassen bei der Größe der jeweiligen Zisterne.

Ingenieur Bauer schlug vor, diese Frage zunächst zurückzustellen, weil in der aktuellen Planung dieses Thema noch nicht abschließend geklärt werden müsse. So stimmte der Stadtrat schließlich der vorliegenden Planung einmütig zu.

Über das Mitteilungsblatt soll die Planung baldmöglichst veröffentlicht werden, so dass im Juni oder Juli die zweite Auslegung erfolgen kann. Im Herbst könne dann ein Satzungsbeschluss gefasst und mit der Ausführung begonnen werden.

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