WÜRZBURG

Stahlskulptur von Herbert Mehler im Alten Hafen eingeweiht

Einen derartige Menschenansammlung wie am Montagnachmittag hat die Mole des Alten Hafens wohl noch nie erlebt. Die komplette Rathausspitze war erschienen, dazu mehrere Stadtratsmitglieder und zahlreiche Kunst- und Kulturinteressierte.
An eine antike Theaterszene erinnerte die Tanzperformance von Lisa Kuttner, Chiara Kastner und Theresa Hoffmann vor der Belladonna. Foto: FOTO THOMAS OBERMEIER

Rund 150 Personen hatten sich versammelt, um mit Herbert Mehlers Skulptur „Belladonna“ den Startschuss für das geplante Skulpturenufer am Main zu geben.

Wenige Tage vor dem Beginn des dritten Hafensommers war dies auch ein Zeichen, dass es der Stadtverwaltung ernst ist mit dem Ausbau der Kulturmeile am Alten Hafen.

„Das Ding muss so groß sein, damit es markant und sichtbar ist“, verteidigte Oberbürgermeister Georg Rosenthal die 7,20 Meter hohe Skulptur aus Corten-Stahl, die seit Ende Juni – besonders abends, wenn sie angestrahlt ist, einem Leuchtturm nicht unähnlich – am Eingang zur Hafenmole steht. 

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Mehler-Skulptur

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Der OB machte deutlich, dass der Skulptur des Kulturpreisträgers Mehler weitere folgen sollen.

Dass der Anfang mit der „Belladonna“ gemacht werden konnte, habe man einer Reihe von Sponsoren zu verdanken, sagte Rosenthal und bedankte sich bei den Ehepaaren Neubert und Toyka sowie bei der Sparkasse Mainfranken und der Sparkassenstiftung, die jeder auf seine Weise zum Gelingen des Projekte beigetragen haben.

Kulturreferent Muchtar Al Ghusain, Ideengeber für das Skulpturenufer, legte Wert darauf dass die „Belladonna“ nur als ein Auftakt zu verstehen sei:

„Wir sind noch nicht am Ende“, kündigte er vor den zahlreich erschienenen Gästen aus Politik, Kultur und Wirtschaft an.

Herbert Mehler sprach von einer „schweren Geburt“, bis man den optimalen Standort für die Figur gefunden hatte.
 
„Aber auch ich war eine schwierige Geburt und in beiden Fällen geriet das Produkt dann umso besser“, konstatierte er in launigen Worten.

Mehlers Berliner Galerist Werner Tammen gab zu, dass mit der Aufstellung der „Belladonna“, das Sprichwort, der Prophet gelte im eigenen Lande nichts, widerlegt sei.

Ein Künstler wie Mehler, der zunehmend international bekannt sei, müsse auch immer wieder zu seinen eigenen Ursprüngen zurückkehren: „Künstler dürfen nicht nur in den Metropolen herumturnen“, meinte der Galerist.

Großes Staunen herrschte auch bei den Passagieren eines auf der gegenüber liegenden Mainseite liegenden Kreuzfahrtschiffes.

Angesichts des Menschenauflaufs und einer Tanzperformance wurde so manche Kamera gezückt, wenngleich den Passagieren nicht klar gewesen sein dürfte, was sich hier gerade abspielte.

Um die Besonderheit des Ereignisses zu unterstreichen, wurde sogar das Kunstschiff Arte Noah in Bewegung gesetzt, um einen Teil der Gäste zur Spitze der Hafenmole zu transportieren.
 
„Die Arte Noah ist als Bräutigam zur Braut Belladonna gefahren“, kommentierte dies Herbert Mehler. Ein großer Teil der Gäste ließ es sich aber nicht nehmen, den Weg auf der künftigen Skulpturenmeile schon einmal zu Fuß zu testen.

Landrat Eberhard Nuß (links) und Herbert Mehler kamen mit der „Arte Noah“ zur „Belladonna“. Foto: FOTO THOMAS OBERMEIER

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