Standpunkt: Justiz schießt übers Ziel hinaus

Egal um was es geht und auch im Zorn – in Zeiten, da bewaffnete Mörder in Schulen und Kinos Amok laufen, droht man nicht mit einem „Blutbad in der Stadtverwaltung“. Das ist ist hässlich, deplatziert und geschmacklos.

Dennoch muss man jemanden, der eine solch unpassende Äußerung absondert, nicht unbedingt kriminalisieren. Vor allem nicht, wenn er, wie Berthold Kremmler, ein zwar unbequemer, aber honoriger Bürger ist, der Zeit seines 68 Jahre währenden Lebens immer nur mit Worten gekämpft und dem die Stadt einiges zu verdanken hat.

Mit ihrem Vorgehen gegen Kremmler ist die Justiz übers Ziel hinaus geschossen. Und dass sie ohne Not ein Verfahren initiiert hat, das nicht mal diejenigen wollten, denen der streitbare Kulturschaffende mit seinen dummen Worten auf den Schlips getreten ist, darf den Bürger an der viel zitierten Arbeitsüberlastung von Staatsanwaltschaften und Gerichten zweifeln lassen.

Schlagworte

Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
6 6
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!