Würzburg

Standpunkt: Kein Steuergeld für einen privilegierten Sport

Ein leiseres Flugzeug will der Würzburger Flugsportclub anschaffen und bettelt dafür um Zuschüsse. Aber ist es die Aufgabe der öffentlichen Hand den Flugsport zu fördern?

"Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein", singt Reinhard Mey. Aber die Freiheit hat ihren Preis. Den Menschen im Maintal dröhnt das laute, aber den Vorschriften entsprechende Schleppflugzeug des Flugsportclubs am Schenkenturm in den Ohren. Die Flieger wollen leiser werden, aber für ein geräuschärmeres Flugzeug reicht ihr Geld nicht. Also sollen die Kommunen und der Landkreis Zuschüsse geben für einen Sport, den nur wenige ausüben. 

Aber Flugsport ist kein Breitensport. Es ist das Hobby weniger Privilegierter, die der Sonne entgegen abheben und schweben. Zugegeben, ein schönes Hobby. Aber keines, das einer öffentlichen Förderung bedarf. Freilich ist die Maschine einigen zu laut. Dennoch ist es weder die Aufgabe des Landkreises noch der Kommunen dem Flugsportclub ein neues, leiseres Flugzeug zu subventionieren. Dieses  müssen sich die Vereinsmitglieder schon selbst leisten. 

Und schon gar nicht darf die Gemeinde Zell jetzt unter Druck gesetzt werden. Mit dem widersinnigen Vorschlag der SPD-Kreisräte, den Flugzeug-Kauf nur zu unterstützen, wenn das auch die Zeller Gemeinderäte tun, mischt sich der Kreistag in die kommunale Selbstverwaltung ein - und schiebt den Zeller Räten, die einen Zuschuss bereits ablehnten, den Schwarzen Peter zu. 

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