Standpunkt: Teures Possenspiel

Der fast eine Million Euro teure Umbau des Eisinger Rathauses und die Diskussion über Innen- oder Außendämmung wird immer mehr zur Provinzposse. Und zwar zu einer kostspieligen.

Selbst ernannte Experten aus dem Gemeinderat entscheiden anhand von Fantasiezahlen, dass eine Außendämmung viel billiger wäre als die vom Architekten für optimal erachtete Innendämmung.

Und das, obwohl sich vor nicht einmal einem Jahr der Gemeinderat für die Innendämmung ausgesprochen hat.

Es kommt noch besser: Als der Architekt, der es ja aufgrund seiner Untersuchungen wissen muss, mitteilt, dass eine Außendämmung nicht billiger ist, aber die Optik eines der wichtigsten Gebäude im Ort zerstören würde, wird dieser Einwand einfach abgebügelt. Begründung: Man habe einen Beschluss gefasst und wolle keine neue Diskussion anfangen.

Lieber treffen sich die drei Befürworterfraktionen der Außendämmung geheim, um ihre Sturheit in schwammige Grundsätze zu packen.

Die Bürgermeisterin, andere Befürworter der Innenisolierung, selbst der Planer, sind nicht geladen. Gedankenaustausch findet nicht mehr statt, konstruktive Kommunalpolitik für ein lebenswerteres Eisingen ebenfalls nicht.

Da kann man sich nur wünschen, dass irgendetwas den Umbau ganz verhindert und er erst in ein paar Jahren unter neuen Vorzeichen angegangen wird. Für dieses für Eisingen so charakteristische Gebäude, aber auch die Gemeinde insgesamt, wäre das wohl das Beste.

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