Standpunkt: Vertrauen verloren

Die Ereignisse in Sachen Trautenauer Straße haben sich am Dienstag gewissermaßen überstürzt. Diese Zeitung hatte in ihrer Berichterstattung immer kritisch gesehen, dass die Bäume gefällt werden müssen. Wer die Allee kennt und gerade in diesen Tagen noch einmal die Trautenauer Straße durchläuft, wird das verstehen.

Man muss die sicherheitstechnischen Notwendigkeiten nicht ignorieren. Doch es gäbe Möglichkeiten, einen Teil dieser Bäume zu retten. Natürlich nicht um jeden Preis. Genau um den geht es, worum Stadt und Anwohner gepokert haben. Am Schluss standen aber in der Argumentation nur noch die Bäume im Vordergrund. Plakativ.

Nach dem Brief der Stadtverwaltung funktioniert das nicht mehr. Beide Seiten haben die Öffentlichkeit veralbert. Die Stadtverwaltung hat dem Stadtrat mit dem Brief ein „Totschlagargument“ vorenthalten, das viel Zündstoff aus der öffentlichen Diskussion genommen hätte. Warum nur? War es Schlamperei im Bauamt oder doch Kalkül?

Die Interessengemeinschaft, die ebenfalls diesen Brief der Allgemeinheit vorenthalten hat, kann nun auch einpacken mit diesem Thema. Offenbar war sie mal fürs Bäume-Fällen und erst dagegen, als es teuer wurde. Der Vertrauensverlust auf beiden Seiten stimmt noch trauriger als der mögliche Verlust der Bäume.

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