WÜRZBURG

Starke Helfer aus Leidenschaft

Alle an einem Strang: Die „Take off Baskets“ hatten beim Malteser-Einsatzwagen-Ziehen auf dem Marktplatz am Samstag die Nase vorn.s: NORBERT SCHWAZROTT Foto: Foto

Am Samstag stand die Innenstadt ganz im Zeichen des weißen Kreuzes auf rotem Grund, des Logos der Malteser. 50 Jahre sind die Helfer aus Leidenschaft nun schon in Würzburg aktiv. Anlass für eine Jubiläums-Leistungsschau, die vor Augen führte, wie die Organisation ihr Motto „Bezeugen des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen“ in die Tat umsetzt. Klaus-Dieter Bopp, der Stadtbeauftragte des Würzburger Stadtverbandes, war sichtlich zufrieden mit der Resonanz auf die organisationsintensive Präsentation der haupt- und ehrenamtlichen Dienste.

Die rund 20 Stationen der Leistungsschau boten für jeden Geschmack etwas. So warteten auf die Kleinen eine Rettungswagen-Hüpfburg am Oberen und ein Spielparcours am Unteren Markt, und in der Plattnerstraße und Domstraße konnten sich Technikfreaks bei einer Motorrad-Foto-Aktion ablichten lassen.

Am Mittag wurde es technisch-sportlich: Am Vierröhrenbrunnen hatten sich vier Würzburger Prominente zum Feldkabeltrommel-Wettlauf eingefunden. Schwer bepackt mit 25 Kilogramm auf dem Rücken machten sich Reinhard Kowalzik vom Amt für Zivil- und Brandschutz, Umwelt- und Kommunalreferent Wolfgang Kleiner, Diözesancaritasdirektor Martin Pfriem und Alexander Kolbow, Chef der SPD-Stadtratsfraktion, auf den Weg zum Start am anderen Ende der Alten Mainbrücke.

In einem spannenden Rennen, bei dem sich Reinhard Kowalzik auf der Mitte der Strecke im Kabelsalat verhedderte, schaffte es Alexander Kolbow zwar als erster an den Vierröhrenbrunnen. Doch letztlich hatte Martin Pfriem die Nase vorn, weil er als erster eine Sprechverbindung mit dem Mainviertel herstellen konnte. Mit dem Caritasdirektor freute sich das Team von der Erste-Hilfe-Ausbildung – es bekommt die 200 Euro Preisgeld für einen geselligen Abend.

Am Stand der „Kinderhospizarbeit“ konnte man sich über Hilfsangebote für trauernde Kinder informieren. Anita Quitschau, seit 2004 Hospizhelferin, stand hier Rede und Antwort. Ihr Grundsatz: „Rein in die Trauer, raus aus der Trauer.“ Momentan treffen sich regelmäßig Kinder im Alter zwischen zehn und 15 Jahren, um elementare familiäre Schicksalsschläge bewältigen zu können. „Da geht es zum Beispiel um Kinder, deren Eltern sich haben scheiden lassen. Wenn dann ein Kind nach dem Tod des Elternteils, bei dem es gelebt hat, zurück in die neue Familie seines Vaters oder seiner Mutter muss, kann das zu Problemen führen“, sagte die engagierte ehrenamtliche Mitarbeiterin. Die Trauergruppen ersetzten aber keine Psychotherapie, so Anita Quietschau.

Schräg gegenüber, auf der Schaubühne, unterhielt nicht nur ein Shanty-Chor, sondern auch der lautstarke Malteser-Fanfarenzug aus Ravensburg die Zuhörer. Auf die Musiker im rot-weißen Ritterkostüm wartete aber noch eine Herausforderung ganz anderer Art. Denn am Nachmittag maß sich eine Auswahlmannschaft der verwegen gewandeten Malteser mit der 2. Mannschaft der s.Oliver Baskets und einem Team des Würzburger Malteser-Fernmeldezugs beim Einsatzleitwagen-Ziehen. Der Malteser-Laster wiegt immerhin rund elf Tonnen, und mit der stolzen Zeit von 57,52 Sekunden hatten dann die „Take Off Baskets“ die Nase vorn.

Einsatz im Notfall: Am Samstag nur zur Demonstration.

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