WÜRZBURG/WERNECK

Staualarm am Wochenende

Stau (Symbolbild)
Stau (Symbolbild) Foto: Peter Kneffel (dpa)

Das nahe Ende der Sommerferien in vielen Bundesländern und Nachbarstaaten wie den Niederlanden wird am Wochenende wieder für volle Autobahnen sorgen. In Mainfranken wird zusätzlich zu den Engpässen entlang der A 3 auch noch die A 7 zwischen dem Autobahndreieck Schweinfurt/Werneck und der Anschlussstelle Gramschatzer Wald in Richtung Süden komplett gesperrt.

Laut Autobahndirektion Nordbayern dauern die „Instandsetzungsarbeiten“ an der Fahrbahn von Samstag, 6 Uhr, bis Sonntag, 15 Uhr. Vor einer Woche bereits standen die gleichen Arbeiten in der Gegenrichtung an. Da war die Autobahn in Richtung Fulda komplett und zudem ein Fahrstreifen gen Süden dicht. Die beschilderte Umleitungsroute führt über die Anschlussstelle Werneck an der A 70 über die B 19 via Bergtheim (Lkr. Würzburg) zu den Anschlussstellen Gramschatzer Wald beziehungsweise Würzburg/Estenfeld.

Geschafft wird also just dann, wenn der Urlaubsverkehr am stärksten ist. Laut Sprecherin Ursula Birg ist die Maßnahme „unumgänglich“, die Schäden entlang der aktuellen „Behelfsverkehrsführung“ an der Brückenbaustelle bei Schraudenbach (Lkr. Schweinfurt) seien „großflächig“. Hinzu komme, dass die Behelfsroute nach dem Einsturz eines Teils der neuen A 7-Brücke noch deutlich länger als geplant genutzt werden muss. Den maroden Straßenbelag werde man nicht noch ein weiteres Mal „über den Winter bringen“, so Birg. Ursprünglich sollte der Verkehr Ende des Jahres bereits über die neue Brücke fließen.

Einen Alternativtermin zum heißen Rückreise-Wochenende sah man bei der Autobahndirektion nicht. Birg: „Die Verkehrssicherheit ist gefährdet, wir müssen schnell handeln.“ Werktage schieden wegen des Pendlerverkehrs für eine Sperrung aus. Ein Vorteil der Ferienwochenenden im August sei, dass dann auch samstags keine Lkw fahren dürfen. Sie belasteten die Anlieger entlang der teilweise engen Ortsdurchfahrten auf den Umleitungsstrecken ansonsten zusätzlich, heißt es bei der Autobahndirektion. Mit Rücksicht auf die Region habe man sich auch dagegen entschieden, die A 7 an einem Wochenende in beide Richtungen dicht zu machen. „Gegenläufigen Umleitungsverkehr auf der B 19 zu führen, erschien uns unmöglich“, so Birg.

Bei der Polizei in Würzburg sieht man die Zwänge der Autobahnbauer, der Termin für die Sperrung in den Ferien sei gleichwohl „nicht ideal“, so ein Sprecher. Am vergangenen Wochenende habe es auf der Umleitungsstrecke immer wieder Rückstaus gegeben. Insgesamt habe sich die Belastung aber „in Grenzen“ gehalten. Weil dieses Wochenende noch mehr Autos unterwegs sind, „wird es definitiv zu Behinderungen kommen“, so die Polizei. Man nutze die eigenen Informationsmedien, um die Verkehrsteilnehmer umfassend zu informieren. Dazu gehöre auch, Reisende, die vom Norden kommen und Richtung Nürnberg/München wollen ab Werneck via Bamberg über die A 70 und dann die A 73 umzuleiten. „Das sind ein paar Kilometer mehr, spart aber sicher Zeit“, so der Sprecher. Ausflüglern aus der Region könne man nur empfehlen, die betroffenen Straßen großräumig zu umfahren.

Für die Verkehrspolizei in Unterfranken bleibt eh genug zu tun. Die A 3 mit den Großbaustellen unter anderem bei Geiselwind (Lkr. Kitzingen), Würzburg und Marktheidenfeld (Lkr. Main-Spessart) nennt auch der ADAC in seiner langen Liste der Autobahnen, die an diesem Wochenende ganz besonders die Nerven der Autofahrer strapazieren werden.

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