Uffenheim

Stefan Streng und Stephan Popp nehmen Mandat nicht an

Überraschung nach der Kommunalwahl in Uffenheim: Der bisherige CSU-Fraktionsvorsitzende Stefan Streng und der CSU-Stadtrat Stephan Popp nehmen die Wahl als Stadtrat nicht an. Dafür sollen, wie diese Zeitung erfuhr, Kristin Langmann und Philipp Specht nachrücken.

Was für viele nun überraschend kommt, sei das Ergebnis einer reiflichen Überlegung gewesen, sagen beide übereinstimmend auf Nachfrage dieser Zeitung. Es habe auch nichts mit parteitaktischem Verhalten zu tun, versichert Stefan Streng. "Es ist eine Entscheidung, die Stephan Popp und ich als Person getroffen haben", sagt der nun scheidende Fraktionsvorsitzende, was Popp bestätigt. Nur die Gründe sind unterschiedlich.

Wäre seine Frau Ulrike als Bürgermeisterin für alle gewählt worden, dann hätte er sich abgrenzen können. Uffenheim habe aber keinen Wechsel an der Spitze gewollt. So aber mache es keinen Sinn, dass zwei Strengs nebeneinander am Ratstisch säßen. Die Wähler hätten einen der beiden Strengs gewollt. Seine Frau habe über 3000 Stimmen erhalten, er mit 1661 Stimmen etwas mehr als über die Hälfte davon. So sei es für ihn logisch, dass seine Frau Ulrike künftig im Ratsgremium sitze.

Stephan Popp macht seine Entscheidung an der deutlichen Wiederwahl von Wolfgang Lampe fest. Vor sechs Jahren hatte Popp gegen Lampe kandidiert, war aber unterlegen. Ebenso gelang es nicht, ihn als zweiten Bürgermeister durchzubringen. Letztlich wurde er dritter Bürgermeister.

Doch, und hier hört man ein Stück weit Enttäuschung heraus, sei er in dieser Position nicht so mit eingebunden gewesen in das Geschehen, wie er es sich gewünscht hätte. Die Zusammenarbeit habe er dem Bürgermeister angeboten, was aber von diesem nicht genutzt worden sei, bedauert Popp. Ja, er habe in manchen Dingen auch eine andere Auffassung von der Herangehensweise gehabt, aber dies wäre kein Grund gewesen, ihn nicht mit einzubinden beziehungsweise ihn nur sporadisch mit Vertretungen zu beauftragen.

Wer ihm im Wahlkampf zugehört habe, der wisse, dass er einen gewissen Anspruch habe. Auch freue er sich, mit fast 2000 Stimmen das zweitbeste Ergebnis der CSU gehabt zu haben. Trotz des Vertrauensbeweises habe er sehr genau abgewägt und letztlich die Entscheidung gegen ein weiteres Engagement getroffen. Zumal mit der Gewissheit, dass Qualität nachrücke.

Der Vollständigkeit halber: Wolfgang Lampe (SPD) hat auch sein Stadtratsmandat abgelehnt. Eine Formalie, da er ja als Bürgermeister wiedergewählt worden ist.

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