GAUKÖNIGSHOFEN

Steine gegen das Vergessen

„Sie waren ganz normale Mitglieder unserer Gemeinde“, erinnert sich Alt-Bürgermeister Paul Lesch an seine Kindheit. Viele der jüdischen Familien, die in der Reichspogromnacht von den Nationalsozialisten deportiert wurden, kannte er persönlich.
Künstler Gunter Demnig verlegt vier Stolpersteine vor der Synagoge in Gaukönigshofen. Viele Einzelpersonen, aber auch Gruppen, Schulen und Vereine haben die Aktion unterstützt. Foto: FOTOS JOCHEN FELDLE
Vor der Synagoge hatte Künstler Gunter Demnig einige Pflastersteine entfernt. Drei Steine machen hier auf den letzten Wohnort der Familie Katz aufmerksam. Für Vater Julius Katz hat Paul Lesch die Patenschaft übernommen und während Demnig den Stein einließ, erzählte er vom Leben des jüdischen Händlers, der für seinen Einsatz im Ersten Weltkrieg mit dem Ehrenkreuz für Frontkämpfer ausgezeichnet wurde. Neben Julius' Gedenkstein wurden seine Frau Therese, die gemeinsame Tochter Käthe und seine Schwägerin Rosa Klara Strauß verewigt. Die Familie Katz und Strauß galt als die ärmste jüdische Familie in ...
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