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Steinmeier wirbt in Würzburg für ein aufgeklärtes Afrikabild

Würzburger Africa-Festival       -  31.05.2018, Bayern, Würzburg: Besucher des Africa-Festivals laufen vor der großen Bühne auf den Mainwiesen. Die viertägige Veranstaltung mit rund 250 Künstler gilt als das größte Festival für afrikanische Musik und Kultur in Europa.
31.05.2018, Bayern, Würzburg: Besucher des Africa-Festivals laufen vor der großen Bühne auf den Mainwiesen. Die viertägige Veranstaltung mit rund 250 Künstler gilt als das größte Festival für afrikanische Musik und Kultur in Europa. Foto: Karl-Josef Hildenbrand (dpa)

„Die vielfältige afrikanische Musik strahlt nicht nur Lebensfreude aus, sie baut auch Brücken und stiftet neue Freundschaften“, sagt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei der Eröffnung des 30. Würzburger Africa Festivals. Die Veranstaltung sei ein Fest des Begegnung, der Partnerschaften und des Austauschs. „Wir brauchen mehr internationalen Austausch, nicht weniger.“

Für Steinmeier ist es nicht der erste Besuch auf dem Festival. Im Jahr 2008 eröffnete er als damaliger Außenminister das 20. Africa Festival. Nun, zehn Jahre später, möchte er erneut für ein aufgeklärtes Afrikabild werben. Der Kontinent sei mehr als ein „Ort der Krisen und Konflikte“. Es gebe Armut und Not, aber es gebe vor allem junge Menschen, die ihr Land voranbringen wollen. „Es kann der Welt nicht gut gehen, wenn es Afrika dauerhaft schlecht geht. Wir müssen diesen jungen Menschen helfen.“

Steinmeier lobt Africa Festival

Der Bundespräsident war gemeinsam mit seiner Frau Elke Büdenbender der Einladung des Festivalchefs Stefan Oschmann nach Würzburg gefolgt. Afrika verbindet die beiden Männer nicht nur an diesem Nachmittag. So trafen sie sich etwa im Dezember bei einer Reise des Bundespräsidenten nach Gambia. Oschmann gehörte damals dessen Delegation an.

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Africa Festival Teil 1

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Nun also das Wiedersehen auf den Würzburger Mainwiesen. In der Hitze des Havanna-Zeltes zeigt sich der Bundespräsident entspannt und unkonventionell, schon nach wenigen Minuten legt er das Sakko ab. Dass das Africa-Festival seinen 30. Geburtstag feiere, sei der Beweis dafür, dass Oschmann etwas Großartiges geleistet habe, so Steinmeier.

Bundespräsident sucht den Dialog mit Sona Jobarteh

Einfach nur ein paar lobende Worte sind dem Bundespräsidenten allerdings nicht genug. Er sucht den Dialog. Im Podiumsgespräch diskutiert er mit Sona Jobarteh, einer bekannten Kora-Spielerin aus Gambia. Auch sie traf Steinmeier im vergangenen Jahr bei jener Reise in das westafrikanische Land.

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Africa Festival Teil 2

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Verleihung des Africa-Festival-Awards an Sona Jobarteh

Die Kora-Spielerin –eine Kora ist eine afrikanische Harfe – spendet nicht nur mit ihrer Musik Hoffnung, sondern auch mit ihrer Schule, an der die Bildung von Kindern und Jugendlichen durch Tanz und Musik gefördert wird. Für ihr Engagement wurde die Musikerin in diesem Jahr mit dem Africa-Festival-Award ausgezeichnet und konnte sich über einen Scheck in Höhe von 25 000 Euro für die Gründung einer neuen Schule freuen. Jobarteh unterrichtet an ihrer Schule nicht nur Musik. Sie lehre die Kinder auch, dass ihre Zukunft in ihren eigenen Händen liege, betont die Gambierin in der Diskussion mit Steinmeier.

Africa Festival läuft noch bis Sonntag

Noch bis Sonntag dauert das internationale Africa Festival, das mittlerweile als das größte Festival afrikanischer Musik und Kultur in Europa gilt. Erwartet werden an den vier Tagen bis zu 100 000 Besucher. Nicht nur der bunte Basar und die Trommler am Wegesrand, auch die offene Bühne, Podiumsdiskussionen und Fotoausstellungen ziehen jedes Jahr zahlreiche Menschen an. Als Künstler im großen Zirkuszelt treten unter anderem Fatouma Diawara, Manu Dibango, Angélique Kidjo und auch die Kora–Spielerin Jobarteh auf.

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Africa Festival Teil 3

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Knapp 7000 Künstler aus 56 Ländern

In den vergangenen 30 Jahren waren knapp 7000 Künstler aus 56 Ländern zu Gast, darunter international erfolgreiche Stars wie Miriam Makeba oder Youssou N'Dour. Mehr als zwei Millionen Menschen besuchten das Festival seit dessen Gründung. Eine Erfolgsgeschichte. Um die Zukunft des Festivals sei ihm nicht bange, sagt Steinmeier. Bleibt abzuwarten, ob er in zehn Jahren wieder an die Würzburger Mainwiesen zurückkehrt – dann, um das 40. Africa-Festival zu eröffnen.

Rückblick

  1. Africa Festival: Gentleman und die schöne Mitsing-Party
  2. Rund 80.000 Besucher beim 31. Africa Festival in Würzburg
  3. Africa Festival: Die schönsten Fotos vom Samstag
  4. Blutkrebs: Hunderte wollen Astrid G. helfen
  5. Africa Festival: Die Bilder vom zweiten Tag
  6. Africa Festival: Das sind die Bilder vom ersten Tag
  7. Wenn andere feiern: Arbeiten auf dem Africa Festival
  8. Africa Festival: Ist das Logo rassistisch?
  9. Sie halten Afrikas Traditionen fest - bevor sie verschwinden
  10. Das Millionen-Ding: Wie sich das Africa Festival finanziert
  11. Africa Festival: Was es alles zu wissen gibt
  12. Ärger um Africa Festival-Tickets: Jetzt antwortet Viagogo
  13. Africa Festival 2019 in Würzburg: Die wichtigsten Infos
  14. Verbraucherzentrale warnt vor Viagogo-Tickets
  15. Afrika-Ausstellung: Was es bald so nicht mehr geben wird
  16. Africa Festival: Diesmal wieder mit Straßenparade
  17. Africa Festival: Diese Künstler treten auf
  18. Africa Festival mit musikalischem Kulturerbe
  19. Africa Festival 2019: Calypso, Rum und Modeschauen
  20. Karibische Klänge und ein Chor
  21. Africa Festival: Geburtstagsfeier mit Alten und Bekanntem
  22. 30. Africa Festival: Über 85.000 Besucher
  23. Uni: Viele Verbindungen von Würzburg nach Afrika
  24. Wieviel Afrika steckt im Africa Festival?
  25. Standpunkt: Ein Preis ist relativ
  26. Steinmeier wirbt in Würzburg für ein aufgeklärtes Afrikabild
  27. „Afrikas Entwicklung beginnt auf den Heimatmärkten“
  28. Warum eine Debatte um Mohrenköpfe Realität verändern kann
  29. Rassismus im Alltag: Wenn einem Fremde in die Haare fassen
  30. Wo das Africa Festival zur Open-Air-Party wird
  31. Africa Festival: Zur Eröffnung kommt der Bundespräsident
  32. Wenn der Bundespräsident das Africa Festival eröffnet
  33. Africa-Festival-Macher: „Ein Gefühl von Heimat gegeben“
  34. Podiumsdiskussion: Schwarze Menschen in Deutschland
  35. Mit Weinen vom Kap und vom Stein
  36. Africa Festival: Am Schluss gibt's ein Bonbon für alle
  37. Mit dem Bundespräsidenten nach Gambia
  38. Wuchtige Abschlussparty mit Feuerzeug-Moment beim Africa Festival
  39. Tolle Kora, kämpferische Fatoumata - und ein Karrieresprung
  40. Debatte zu Genitalverstümmelung: Ein Dialog auf Augenhöhe
  41. Über 80 000 beim Africa Festival
  42. Trommeln? Einfach weglassen.
  43. Africa Festival: Das Fest der Freundschaften
  44. „Würzburger Ansichten“: Quo vadis, Africa Festival?
  45. Sechs Tipps für das Africa Festival
  46. Tausende strömten zum Auftakt des Africa Festivals
  47. Africa Festival: Startschuss für afrikanische "Lebensfreude"
  48. Africa Festival: Lebensfreude? Aber mit Sicherheit!
  49. „Ich versuche herauszufinden, was die Frau selbst möchte“
  50. Verstümmelt nicht! Rüdiger Nehberg und die unfassbare Sache

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