Würzburg

Sting darf 2020 auf dem Residenzplatz in Würzburg spielen

Eine städtische Richtlinie zum Schutz des Kilianifestes hätte fast das Konzert eines Weltstars in Würzburg verhindert. Jetzt entschied der Stadtrat: Sting kann kommen.
Sting darf am 11. Juli 2020 auf dem Würzburger Residenzplatz auftreten. Vorübergehend war unklar, ob eine städtische Richtlinie aus dem Jahr 2011 dem entgegenstehen könnte.
Sting darf am 11. Juli 2020 auf dem Würzburger Residenzplatz auftreten. Vorübergehend war unklar, ob eine städtische Richtlinie aus dem Jahr 2011 dem entgegenstehen könnte. Foto: Vincenzo Pagliarulo, dpa

Es war schon spät am Abend, als der Würzburger Stadtrat am Donnerstag darüber befinden musste, ob der Weltstar Sting im nächsten Jahr ein Konzert auf dem Residenzplatz geben darf. Einstimmig beschloss der Stadtrat, dass dieses Konzert stattfinden kann, obwohl gleichzeitig das Kilianifest auf der Talavera läuft. Dann wären, das besagt eine städtische Richtlinie aus dem Jahr 2011, grundsätzlich keine anderen Großveranstaltungen in Würzburg erlaubt.

Richtlinie zum Schutz des Kilianifestes

FDP-Stadtrat Karl Graf hatte sich vor kurzem mit dem Hinweis an diese Redaktion gewandt, dass unter Berufung auf diese Richtlinie, ein Konzert, das der Würzburger Veranstalter Argo Konzerte mit Sting plant, möglicherweise nicht stattfinden könnte.

In der Richtlinie zum Schutz des Kilianifestes heißt es wörtlich: "Für die Durchführung von gewerblichen Veranstaltungen oder Festveranstaltungen mit Volksfestcharakter werden während des Kilianifestes keine öffentlichen Flächen zur Verfügung gestellt."

Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt erläuterte, was dem Konzert noch im Weg stehen könnte: der mehrtägige Aufbau mit Verkehrsbehinderungen, das allgemeine Marktgeschehen in der Stadt oder die Kiliani-Wallfahrtswoche vom 5. bis 12. Juli.

Stadt stimmt dem Beschluss einstimmig zu

Darüber wurde aber nur kurz geredet. SPD-Stadtrat Joachim Schulz sagte, er halte die Richtlinie zum Schutz des Kilianifestes für "aus der Zeit gefallen". Barbara Lehrieder, Fraktionsvorsitzende der Grünen, verwies auf das 100. Mozartfest im Jahr 2021, bei dem ein Klassik-Open-Air auf dem Residenzplatz geplant sei. Da wäre eine Absage des Sting-Konzerts "sehr unpassend".

Keine Diskussion gab es schließlich über den Beschlussvorschlag des Oberbürgermeisters: Die Verwaltung wird beauftragt, die Genehmigung für ein Konzert mit Sting am 11. Juli 2020 zu erteilen. Ohne eine Gegenstimme wurde diese Vorlage auch angenommen. 

Sting trat schon einmal in Würzburg auf

Sting gastierte übrigens schon einmal in Würzburg, nämlich in der Lengfelder Kürnachtalhalle. Ende der 1970er-Jahre gab der deutsche Crossover-Musiker Eberhard Schoener dort ein Konzert, als vor ihm ein junges, unbekanntes Trio auf der Bühne stand.

Die drei Musiker, einer von ihnen war Sting, spielten eine für damalige Verhältnisse noch völlig ungewöhnliche Musik. Kurze Zeit später waren sie weltberühmt. Es war "The Police".

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