WÜRZBURG

Streit mit Wirt um Hintergrundmusik

Dass an Feiertagen wie Karfreitag nicht getanzt werden darf und um 24 Uhr die Musik runter gedreht wird, ist klar. Dass in Kneipen Totenstille herrschen soll, nicht. Um dieses Verbot durchzusetzen, ist die Stadt Würzburg jetzt vor Gericht gezogen.
„Ich bin nicht schuldig“: Alexander Schmelz will keine Strafe dafür zahlen, dass in seinem Reurerbäck am Karfreitag 2009 im Hintergrund Musik gelaufen ist. Foto: Foto: Norbert Schwarzott
Hintergrund ist das Bayerische Feiertagsgesetz von 2005. Es verbietet an „stillen“ Feiertagen wie Totensonntag, Volkstrauertag und Karfreitag Unterhaltungsveranstaltungen, wenn sie keinen „ernsten Charakter“ haben. Am Karfreitag als hohen christlichen Feiertag, sind außerdem in Gaststätten „musikalische Darbietungen jeder Art“ verboten.