ALTSTADT

Strick-Kunst in der Semmelstraße

Buntes für die Straße:Nicht nur die Strickerinnen, auch viele Passanten haben sich mit den Kunstwerken fotografieren lassen
Buntes für die Straße:Nicht nur die Strickerinnen, auch viele Passanten haben sich mit den Kunstwerken fotografieren lassen Foto: HERBERT KRIENER

Dass die Semmelstraße einfach gestrickt sei, hätte man angesichts der Vielzahl an Einzelhändlern, Dienstleister und Gastronomen dort auch bisher nicht behaupten können. Doch nun haben Strickereien in allen Farben und Mustern die Straße zu einer Attraktion gemacht. 60 Masten von Verkehrsschildern und drei Bäume, wie hier vor dem Bürgerspital, wurden mit bunten Schals, Bommel und kleinen Figuren dekoriert.

Knitting-Art nennt sich die aus den USA kommende Form der wolligen Straßenkunst. Die Künstlerinnen an der Stricknadel waren Bewohnerinnen und Betreuerinnen aus acht Würzburger Senioreneinrichtungen. Seit Juni haben sie ungezählte Stunden an ihren bunten Werken gearbeitet. Eine von ihnen ist Dietlinde Frase vom Juliusspital-Altenheim.

„Immer wenn ich nicht schlafen konnte, habe ich gestrickt, und das waren schon einige Nächte“, sagt sie. Für die älteren Frauen war das Gemeinschaftsprojekt auch ein Stück Beschäftigung und Motivation. Der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Schaufenster Semmelstraße Karl-Heinz Metzger ist voll des Lobes: „Am Anfang war ich skeptisch, doch am Ende bin ich nur begeistert, was die Frauen hier geleistet haben.“

Herzlichen Dank an die strickenden Frauen sprach bei einer gemeinsamen Besichtigung auch die Projektleiterin Mara Michel aus. Die Strickkunst habe große Aufmerksamkeit erregt. Viele und vor allem auch junge Menschen haben die Kunstwerke betrachtet und sich mit ihnen fotografieren lassen, sagt sie.

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  • Herbert Kriener
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