REGION WÜRZBURG

Studie zu Umgehungen wichtig für die B 19-Anlieger

Enttäuscht von der Nachricht, dass Innenminister Joachim Herrmann eine Machbarkeitsstudie für die Ortsumgehungen Unterpleichfeld, Bergtheim, Opferbaum und Eßleben an der B 19 ablehnt, ist die grüne Landtagsabgeordnete Kerstin Celina aus Kürnach. Dies zeige, so Celina in einer Pressemitteilung, dass der politische Wille, der durch den Verkehr stark belasteten Bevölkerung zu helfen, nicht vorhanden sei.

Der Beschluss des Würzburger Kreistages werde ignoriert und die betroffenen Kommunen und Bürger alleine gelassen, kritisiert die Abgeordnete. Die Forderung nach einer Lkw-Maut auf diesem Abschnitt hält sie für berechtigt und, bei gutem Willen, auch für durchsetzbar.

„Ich bin davon ausgegangen, dass die mit großer Mehrheit vom Kreistag beschlossene Resolution ernst genommen und auch gewissenhaft geprüft wird“, sagt Celina. Die Reaktion des Innenministers könne sie so nicht nachvollziehen.

In der Mitteilung beklagt Celina, dass Großprojekte wie die B 26n wichtiger zu sein scheinen. Die B 26n trage aber so gut wie gar nicht zur Entlastung der Ortschaften an der B 19 bei, heißt es weiter.

Verkehrsuntersuchungen und Prognosen im Zusammenhang mit der geplanten Westumgehung 26n zeigten keinen wesentlichen Rückgang im Verkehrsaufkommen auf der B 19, schreibt die Grüne. Im Umkehrschluss behindere die Planung B 26n eine sinnvolle Lösung entlang der B 19, da sie alle Bundesmittel für den Fernstraßenneubau für Unterfranken in den nächsten Jahren beanspruche, so die Mitteilung.

Celina zitiert Zahlen aus aktuellen Untersuchungen. Demnach soll der Verkehr auf der B 19 in Unterpleichfeld nach der vollständigen Inbetriebnahme der B 26n („in wie vielen Jahrzehnten auch immer“) auf dann 11 500 Pkw und 1300 Lkw sinken. Das entspreche dem Stand 2006.

Weil es sich bei der B 26n künftig um eine mautpflichtige Straße handeln würde, fürchtet Celina, dass auf der B 19 – sofern die Zwölf-Tonnen-Beschränkung nicht rigoros überwacht werde – weiter ein großer Lkw-Anteil fährt. Celina fordert eine verstärkte Überwachung der Gewichtsbeschränkung und eine verdichtete Geschwindigkeitsüberwachung in den Ortschaften entlang der B 19.

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