Würzburg

Training zum Einsatz von Musik und Lektüre

Die Teilnehmer des Konsortiumsmeetings Homeside an der Universität Melbourne im Melbourne Conservatorium of Music. Foto: Baker/UoM FHWS

Die stetig wachsende Zahl von Menschen mit Demenz sei eine Herausforderung, der sich auch das Institut für Angewandte Sozialwissenschaften (IFAS) der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) widme, heißt es in einer Pressemitteilung.

Im weltweit größten Forschungsprojekt zu Musiktherapie für Menschen mit Demenz "Homeside" stehe die häusliche Pflege von Menschen mit Demenz durch deren Angehörigen im Mittelpunkt. In Bayern würden siebzig Prozent der an Demenz Erkrankten zu Hause betreut. Den größten Anteil der Betreuung leisteten in der Regel die Ehepartner, Kinder oder weitere nahestehende Angehörige.

Für diese pflegenden Angehörigen hat das Konsortium, bestehend aus der FHWS, den Universitäten Melbourne, Anglia Ruskin Cambridge, UPE Krakau und der Musikhochschule Oslo, ein Training zum Einsatz von Musik und Lektüre entwickelt. Das Training dient dem Erhalt und zur Steigerung des Wohlbefindens, der Regulierung von Demenzsymptomen (Unruhe, Teilnahmslosigkeit) und kognitiven Ressourcen, die zum Beispiel in Bezug auf Musik bei Demenz vollständig erhalten bleiben.

Optimale Ausbildung

Das Training wird im häuslichen Umfeld für die pflegenden Angehörigen angeboten und die Wirkung auf die Demenzerkrankung untersucht. Ziel der Studie sei es, mit den Ergebnissen eine Aufnahme dieser Angebote zur Verbesserung der häuslichen Pflege von Menschen mit Demenz und deren pflegenden Angehörigen zu erreichen sowie Fachkräfte für diesen Einsatz optimal auszubilden.

Bei dem Projekt fand im Februar das zweite Konsortiumsmeeting aller fünf Partner an der Universität Melbourne statt. Alle in 2019 erreichten Meilensteine von Homeside wurden mit dem Treffen abgeschlossen: die Fertigstellung und Publikation des Untersuchungsplans, die Bestätigung aller fünf Ethikanträge, die Fertigstellung der Trainingsmanuale, das Einstellen aller Untersucher und Therapeuten sowie deren erfolgreiche Ausbildung in den Trainingsmanualen und Untersuchungsteilen.

Weiterhin wurden in Melbourne die Strategien zum Gewinnen der Untersuchungsteilnehmer weiterentwickelt, die Datenanalysepläne differenziert und finalisiert sowie mehrere weitere Unterprojekte besprochen und gestartet.

Teilnahme am Netzwerk-Training 

Bei drei Partnern, darunter die FHWS, starteten die Untersuchungen im Januar. Gefördert und finanziert wird die Studie von „EU-JPND research“ und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (deutscher Teil der Studie). An der FHWS arbeiten insgesamt 14 Professoren, weitere Wissenschaftler, Therapeuten und Psychologen in diesem Projekt. 

Im Rahmen von Homeside findet ein internationales Network-Training für Doktoranden des Projektes statt. Aktuell sind sechs Doktoranden Mitarbeiter in Homeside, von denen drei beim Konsortiumsmeeting in Melbourne am dortigen Network-Training beteiligt waren, darunter Carina Petrowitz von der FHWS.

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