Ochsenfurt

Trauer um Annemarie Oechsner

Die langjährige Brauerei-Chefin und Kommunalpolitikerin starb im Alter von 76 Jahren. Ein Schicksalsschlag prägte ihr Leben besonders.
Die Brauereibesitzerin und langjährige Stadt- und Kreisrätin Annemarie Oechsner starb am Sonntag im Alter von 76 Jahren. Foto: UWG-FW

Am Sonntag starb die frühere Inhaberin der Oechsner-Brauerei, Stadträtin und Kreisrätin Annemarie Oechsner im Alter von 76 Jahren. Mit ihr verliert Ochsenfurt eine erfolgreiche und sozial engagierte Unternehmerin und eine langjährige Kommunalpolitikerin, deren Wirken stets dem Wohl ihrer Heimatstadt galt.

1943 kam Annemarie Kraemer in Ochsenfurt als Tochter eines Bauunternehmers zur Welt und trat nach ihrer Schulzeit als kaufmännische Mitarbeiterin in den elterlichen Betrieb ein. 1965 heiratete sie Konrad-Dietrich Oechsner und wurde so Teil einer traditionsreichen Brauerfamilie. Wie sehr die Brauerei ihr weiteres Leben bestimmen sollte, wurde 1981 deutlich, als Konrad-Dietrich Oechsner während eines Skiurlaubs plötzlich verstarb. Neben seiner Frau Annemarie hinterließ er seine beiden Söhne Dietrich und Helmut im Alter von elf und 14 Jahren.

Von loyalen Mitarbeitern und Freunden getragen

Mit Mut und Zuversicht gelang es der damals 37-Jährigen, das Unternehmer weiter erfolgreich zu führen. Besonders seien es die loyalen Mitarbeiter, Freunde und die Familie gewesen, die Annemarie Oechsner geholfen haben, ihr Schicksal zu meistern, erinnert sich ihr Sohn Dietrich. Die tiefe Dankbarkeit dafür habe seine Mutter ihr ganzes weiteres Leben lang begleitet.

Zu der Zeit begann Annemarie Oechsner, sich kommunalpolitisch zu engagieren. 1990 wurde sie für die UWG in den Stadtrat gewählt und gehörte dem Gremium 18 Jahre lang an. Von 1996 bis 2014 war sie zudem Mitglied im Kreistag. In ihren unternehmerischen Aufgaben wurde sie entlastet, als ihr Sohn Dietrich 1993 nach seinem Studium zum Diplom-Braumeister in den Betrieb eintrat. Er führt die Privatbrauerei Oechsner heute in sechster Generation.

Einsatz für Altenheim und Main-Klinik

Als Kommunalpolitikerin sei es Annemarie Oechsner nie um Einzel- oder Parteiinteressen gegangen, sondern stets um das Wohl ihrer Heimatstadt, sagt ihr Sohn Helmut. Dies drückte sich unter anderem in ihrer Arbeit im städtischen Altenheimausschuss und im Aufsichtsrat der Main-Klinik aus, für deren Erhalt als Krankenhaus der Grundversorgung sie mit Bestimmtheit eintrat.

Zu einer Herzenssache für Annemarie Oechsner wurde die Erhaltung der alten Spitalanlage, an die sie viele Erinnerungen aus Kindheit und Jugend knüpfte. Seit Jahren unterstützt die Privatbrauerei deshalb den Spitalförderverein mit dem Sponsoring der Veranstaltungsreihe "Herbstimpressionen". Die Einnahmen daraus sind ein wesentlicher Anteil des Betrags, mit dem der Förderverein die inzwischen begonnene Sanierung des Spitals initiiert hat. 

Das Requiem für Annemarie Oechsner mit anschließender Beisetzung beginnt am Montag, 7. Oktober, um 14 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Andreas. 

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