WÜRZBURG

Trautenauer Heimatkreis ist 60 Jahre alt

Vor 60 Jahren gründeten die vertriebenen Trautenauer in Würzburg einen Heimatkreis, die Stadt übernahm die Patenschaft. 2008 wurde daraus eine Städtepartnerschaft.
Der Rübezahlteppich wurde 1956, zum Beginn der Partnerschaft, vom letzten deutschen Bürgermeister von Trautenau, Alfons Kolbe (links), im Wenzelsaal an Oberbürgermeister Helmuth Zimmerer übergeben. Kurze Zeit später verschwand der Teppich aber. Foto: Foto: Heimatkreis
Monatlich treffen sich ein paar ältere Damen und Herren hoch droben unterm Dach des Stadtarchivs. Denn dann geht der emeritierte Romanistikprofessor Winfried Kreutzer auf „Schatzsuche mit Rübezahl“. Der gebürtige Trautenauer erzählt aus der Geschichte der böhmischen Region, in der Sudetendeutsche siedelten. Diese wurden am Ende des Zweiten Weltkriegs vertrieben und ließen sich in größerer Zahl in Würzburg nieder. Vor 60 Jahren gründeten sie hier einen Heimatkreis, die Stadt übernahm die Patenschaft. 2008 wurde daraus eine Städtepartnerschaft, diesmal auch mit Zutun der Tschechen.